Nach Trauerfeier für Yosef: In Dormagen beginnt der Unterricht wieder. Psychologische Unterstützung für Schüler.
Nach dem gewaltsamen Tod des 14-jährigen Yosef aus Dormagen hat die Schule mit Unterstützung von Psychologen den Unterricht erneut aufgenommen. Rund 800 Menschen hatten zuvor auf einer bewegenden Trauerfeier auf einem Fußballplatz Abschied genommen. Die Schulgemeinschaft sieht sich nun einem langen Prozess der Aufarbeitung gegenüber.
Am vergangenen Freitag wurde in Dormagen des getöteten Schülers Yosef gedacht. Die Nachricht, dass ein Kind als tatverdächtig gilt, erschütterte die Region besonders stark. Jetzt läuft an der betroffenen Schule wieder der Unterricht – begleitet von vielfältigen Hilfsangeboten.
Die Tatverdächtige ist ein zwölfjähriger Junge, der strafunmündig ist und sich nach Angaben der Stadt nicht mehr in Dormagen aufhält. Er befindet sich in der Obhut des Jugendamtes. Nach aktuellem Stand gibt es keine Hinweise auf Mittäter. Die Polizei und Schulbehörden haben erklärt, die Schüler durch Psychologen und spezielle Betreuungsangebote zu unterstützen.
Yosefs Leiche war Ende Januar an einem See bei Dormagen gefunden worden. Die Obduktion ergab, dass der Junge an Stich- und Schnittverletzungen ums Leben kam. Die Anteilnahme in Dormagen ist groß, wie die hohe Beteiligung an der Trauerfeier zeigte. Auch das Schulministerium ist weiter involviert: Die Schule wird von einem Team aus Schulpsychologen begleitet, so lange es nötig ist, wie NRW-Schulministerin Dorothee Feller betont stern.de.
Der Fall hat landesweit für Entsetzen gesorgt und rückt die Themen Kinderschutz und Gewaltprävention erneut in den Fokus. Die schnelle Reaktion der Behörden mit psychologischer Betreuung und temporärer Unterrichtspause zeigt, wie sehr Schulen in Ausnahmesituationen unterstützt werden. Der gewählte Ansatz, niemanden allein zu lassen, wird ausdrücklich betont.
Das Aufarbeiten der Ereignisse gilt als langfristiger Prozess, bei dem auf individuelle Betreuung und Sensibilität gesetzt wird. Das Hilfsangebot an der Schule soll so lange bestehen bleiben, wie es gebraucht wird. Die Stadt Dormagen setzt darauf, dass die Schulgemeinde gemeinsam gestärkt aus der schwierigen Zeit hervorgehen kann.
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