Nach Halloween warnt die Polizei in NRW vor präparierten Süßigkeiten: Nadeln und Drahtstücke in Schokoriegeln sorgen für neue Ermittlungen in mehreren Städten.
Halloween ist vorbei, aber der Schrecken geht für einige Familien in NRW erst richtig los. Statt Schokolade und Gummibärchen haben manche Kids nämlich Nadeln oder Drahtstücke in ihren Süßigkeiten gefunden. Kein Scherz, sondern bitterer Ernst. Die Polizei ermittelt jetzt in mehreren Städten wegen gefährlicher Körperverletzung gegen Unbekannt.1
In Herford hat ein zehnjähriger Junge eine Nadel in seinem Schokoriegel entdeckt – zum Glück rechtzeitig. Weil er von den Berichten über präparierte Süßigkeiten gehört hatte, war er vorsichtig und hat den Riegel vor dem Reinbeißen durchgebrochen. Verletzt wurde er nicht. Der Riegel stammte von einem Halloween-Umzug am Samstag, bei dem der Junge mit seiner Gruppe von Tür zu Tür gezogen war und Süßes gesammelt hatte.1
Auch im Kreis Höxter wurde die Polizei aktiv: Ein Familienvater hatte wegen der ganzen Warnungen vorsorglich einen Metalldetektor benutzt, um die Süßigkeiten seiner Kinder zu checken. Gute Entscheidung, denn er stieß tatsächlich auf eine Heftklammer in einem Stück Eiskonfekt. Die Beweismittel werden jetzt auf Spuren untersucht.1
Herford und Höxter sind leider nicht die einzigen Orte. Schon vorher waren fünf weitere verdächtige Vorfälle in NRW gemeldet worden: In Essen und Bad Salzuflen wurden Nadeln in Schokoriegeln und Kaubonbons gefunden, in Ladbergen im Kreis Steinfurt steckten sogar zwei kleine Drahtstücke in einem Schokobonbon. Verletzt wurde bei diesen Fällen zum Glück niemand – aber die Dunkelziffer könnte höher liegen.1
Das fiese daran: Die Suche nach den Tatverdächtigen gestaltet sich laut Polizei ziemlich schwierig. Bei so vielen Haustüren, an denen während eines Umzugs geklingelt wird, ist es kaum nachzuverfolgen, wo genau die präparierte Süßigkeit herkam.1
Falls eure Kids auch am Wochenende unterwegs waren und Süßigkeiten gesammelt haben, lohnt sich ein zweiter Blick auf die Beute. Checkt Schokoriegel, Kaubonbons und Co. lieber einmal zu viel, bevor die Kleinen reinbeißen. Ein Metalldetektor ist zwar kein Standard-Haushaltsgerät, aber schon ein genauer Blick oder ein vorsichtiges Durchbrechen kann im Zweifel reichen, um Schlimmeres zu verhindern.
Solltet ihr selbst etwas Verdächtiges in den Süßigkeiten entdecken, meldet euch am besten direkt bei der örtlichen Polizei. Nur so können die Ermittler die Fälle zusammenführen und hoffentlich irgendwann auch die Verantwortlichen schnappen.
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