Neue Mobilitätsstudie zeigt: Zahlreiche Kinderunfälle in Krefeld, Fokus auf Verkehrssicherheit und Prävention.
In Krefeld wurde im Januar 2026 eine neue Mobilitätsstudie der Bergischen Universität Wuppertal präsentiert. Im Mittelpunkt stehen Kinder als Verkehrsteilnehmer sowie deren Sicherheit besonders auf Freizeitwegen. Die Studie wird aktuell in den fünf Bezirksvertretungen vorgestellt und liefert detaillierte Analysen zu Kinderunfällen der letzten zehn Jahre.
Im Zeitraum von 2013 bis 2023 wurden in Krefeld insgesamt 761 Kinderunfälle mit 836 verunglückten Kindern dokumentiert. Davon waren 674 Unfälle Fälle mit aktiver Beteiligung von Kindern. 5.645 Schüler verschiedener Schulen wurden befragt, von deren Familien kamen 2.125 Rückmeldungen. Ergänzt wurden die Erhebungen durch 2.036 dokumentierte Querungen an 31 Querungsstellen.
Seit der Jahrtausendwende setzt das Projekt „Krefelder Fairkehr“ verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit um, insbesondere auf Schulwegen. Die neue Studie legt ihren Fokus nun stärker auf Freizeitwege. Sie wertet polizeiliche Unfalldaten aus und gibt Hinweise, wo künftig Präventionsarbeit verstärkt ansetzen kann.
Das Vorgehen in Krefeld kann als vorbildlich für andere Kommunen in Nordrhein-Westfalen gelten, da der datenbasierte Ansatz hilft, gezielte Maßnahmen zur Senkung von Kinderunfällen zu identifizieren. Die Erfahrungen aus Krefeld bieten wertvolle Anhaltspunkte für andere Städte im Bundesland.
Die Ergebnisse der Studie werden zunächst in den Bezirksvertretungen vorgestellt. Der Fachbereich Stadt- und Verkehrsplanung wird die Erkenntnisse analysieren und darauf basierend das weitere Vorgehen für die Politik in Krefeld entwickeln. Ziel ist es, die Verkehrssicherheit von Kindern im gesamten Stadtgebiet noch wirksamer zu verbessern.
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