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Nosferatu-Spinne in Köln: Was du jetzt wissen musst
22. August 2026

Die Nosferatu-Spinne taucht in Köln immer häufiger auf. Wir erklären dir, wie gefährlich sie ist und was du tun solltest, wenn du ihr begegnest.

Die Nosferatu-Spinne ist da – und sie bleibt

Wer in diesem Sommer in Köln eine ungewöhnlich große Spinne entdeckt hat, war vielleicht kurz erschrocken – und das aus gutem Grund. Die sogenannte Nosferatu-Spinne taucht in NRW immer häufiger auf, und auch in Köln wird sie inzwischen regelmäßig gesichtet. Aber keine Panik: Was hinter dem gruselig klingenden Namen steckt und wie du am besten mit ihr umgehst, erklären wir dir hier.1

Woher kommt sie – und warum heißt sie so?

Ihr offizieller Name lautet Zoropsis spinimana, aber der Spitzname ist viel eingängiger: Nosferatu-Spinne. Den verdankt sie ihrem auffälligen Rückenmuster und ihren nach vorn gerichteten Kieferklauen – die sehen aus wie beim Vampir aus dem Stummfilm von 1922. Ursprünglich stammt sie aus dem Mittelmeerraum und Nordafrika. In Deutschland wurde sie erstmals 2005 nachgewiesen.1

Warum breitet sie sich jetzt so stark aus? Laut Holger Sticht, geschäftsführendem Vorstand vom BUND, kommen zwei Faktoren zusammen: der Klimawandel und der internationale Warenverkehr, über den sie unbemerkt eingeschleppt wird. Heiße Sommer und milde Winter spielen ihr dabei in die Karten.1

Wie groß wird sie – und ist sie gefährlich?

Mit rund 1,5 Zentimetern Körperlänge und einer Beinspannweite von bis zu 5 Zentimetern ist sie deutlich größer als viele heimische Spinnenarten. Weibchen werden dabei laut NABU etwas größer als Männchen.1

Gefährlich? Nur bedingt. Ja, sie kann die menschliche Haut durchbeißen – aber sie tut das nur, wenn sie sich bedroht fühlt. Ein Biss kann für ein paar Tage Rötungen und Ausschlag verursachen, vergleichbar mit einem Wespenstich. Wie schlimm es wird, hängt vor allem davon ab, ob du allergisch reagierst.1

Was macht sie im Herbst und Winter?

Peter Klaas, der seit 35 Jahren das Insektarium im Kölner Zoo leitet, erklärt: Männchen überleben in der Regel nur ein Jahr. Die Weibchen dagegen suchen sich rechtzeitig ein Winterquartier – und das ist nicht deine überheizte Wohnung. Viel lieber mögen sie die Restwärme von Mauern oder aufgeheizten Steinen, kombiniert mit etwas Feuchtigkeit. Kellerschächte, Hausfassaden oder Eingangsbereiche sind ideal für sie. Im Herbst fallen die Weibchen außerdem in eine Art Winterstarre – weshalb du sie in der kalten Jahreszeit kaum drinnen antreffen wirst.1

Was tun, wenn du eine entdeckst?

Am besten: ruhig bleiben. „Wir müssen auf jeden Fall lernen, mit ihr zu leben“, sagt Sticht. Mit der bloßen Hand anfassen solltest du sie trotzdem nicht. Stattdessen: Glas drüberstülpen, Pappe darunterschieben und die Spinne nach draußen befördern. Easy.1

  • Insektengitter an Fenstern und Terrassentüren anbringen – laut Stadt Köln die wirksamste Methode
  • Keinen Stress machen – sie ist keine invasive Art und bedroht das Ökosystem nicht
  • Wer zur Forschung beitragen möchte: Bild- oder Videomaterial im Meldeportal des NABU-Projekts „Naturgucker“ hochladen

Fazit: Kein Grund zur Panik

Die Aufregung um die Nosferatu-Spinne ist laut Sticht vor allem ein Gewöhnungseffekt – sie ist hierzulande noch relativ neu und ihr Aussehen macht Eindruck. Aber: „Andere europäische Länder leben schon viel länger mit ihr. Und die sind auch noch da.“1 Also durchatmen, Insektengitter besorgen und die neue Mitbewohnerin einfach in Ruhe lassen.

Quellen

  1. „Müssen lernen, mit ihr zu leben“: Nosferatu-Spinne wird immer häufiger in Köln entdeckt – Kölnische Rundschau


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