Lebenserwartung in NRW steigt auf 80,66 Jahre – im Bundesländer-Vergleich reicht das aber nur für Platz 10. Alle Zahlen und Fakten im Überblick.
Gute Nachrichten für alle NRW-ler: Wir werden im Schnitt immer älter. Laut einer Auswertung des Statistischen Bundesamtes, die in der Wikipedia-Übersicht zur Lebenserwartung der deutschen Bundesländer zusammengefasst ist, liegt die durchschnittliche Lebenserwartung bei Geburt in Nordrhein-Westfalen im Zeitraum 2023 bis 2025 bei 80,66 Jahren. Männer kommen demnach auf 78,4, Frauen auf 82,84 Jahre.
Im Ranking der 16 Bundesländer landet Nordrhein-Westfalen damit auf Platz 10 – also im Mittelfeld. Spitzenreiter ist Baden-Württemberg mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 82,35 Jahren, gefolgt von Bayern (81,88) und Hessen (81,38). Am unteren Ende der Liste stehen Sachsen-Anhalt (79,44), Bremen (79,72) und Mecklenburg-Vorpommern (79,95). Der bundesweite Durchschnitt liegt bei 81,1n – NRW bleibt damit knapp darunter.
Interessant: Zwischen Männern und Frauen gibt es in jedem Bundesland einen deutlichen Unterschied. Auch in NRW leben Frauen im Schnitt mehrere Jahre länger als Männer. Das zeigt sich übrigens in ganz Deutschland – nirgendwo liegen die Werte von Männern und Frauen gleichauf.
Dass die Lebenserwartung steigt, ist kein NRW-spezifisches Phänomen, sondern ein bundesweiter Trend. Laut dem Demografie-Portal des Bundes und der Länder resultiert die steigende Lebenserwartung vor allem aus einer rückläufigen Sterblichkeit im höheren Alter. Die Menschen in Deutschland leben also nicht nur länger, sondern bleiben auch im Alter länger gesund beziehungsweise überleben kritische Lebensphasen häufiger als früher.
Nach aktuellen Zahlen des Demografie-Portals betrug die durchschnittliche Lebenserwartung bei Geburt in Deutschland im Jahr 2025 für Frauen 83,6 Jahre und für Männer 79,1 Jahre – damit wurden neue Höchstwerte erreicht. Gleichzeitig weist das Portal darauf hin, dass die Lebenserwartung in Deutschland zwar stark gestiegen ist, in den letzten Jahren aber eher stagniert. Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern bleiben dabei bestehen.
Für uns in NRW heißt das: Wir profitieren vom bundesweiten Trend zu einer längeren Lebenserwartung, liegen aber weiterhin unter dem Durchschnitt und im hinteren Mittelfeld der Bundesländer. Woran das genau liegt, lässt sich aus den Daten allein nicht ablesen – Faktoren wie regionale Gesundheitsversorgung, Lebensstil oder wirtschaftliche Strukturen können hier eine Rolle spielen, werden in den vorliegenden Quellen aber nicht näher aufgeschlüsselt.
Fest steht: Egal ob Spitzenreiter Baden-Württemberg oder NRW im Mittelfeld – der generelle Trend zeigt seit Jahrzehnten nach oben. Und auch wenn sich die Entwicklung zuletzt etwas verlangsamt hat, bleibt die Botschaft positiv: Wir werden tendenziell älter, und das gilt auch für euch hier in Nordrhein-Westfalen.
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