NRW: Weniger U3-Kinder in Kitas betreut. Bundesweit fehlen 300.000 Plätze – große Unterschiede zwischen Ost und West.
In Nordrhein-Westfalen werden aktuell weniger Kinder unter drei Jahren in Kitas betreut als noch vor einem Jahr. Laut IT.NRW sank die Zahl der betreuten U3-Kinder zum Stichtag 1. März 2025 um 2,2 Prozent. Bundesweit fehlen weiterhin rund 300.000 Kitaplätze für Kleinkinder.
Zum 1. März 2025 wurden in NRW insgesamt rund 650.000 Kinder unter 6 Jahren in Tagesbetreuung gezählt. Davon besuchten etwa 593.000 Kinder eine Kindertageseinrichtung und rund 57.000 wurden in der Kindertagespflege betreut. Bei den unter Dreijährigen zeigt sich ein Rückgang: Etwa 51.000 U3-Kinder, also fast ein Drittel, wurden ausschließlich bei Tagesmüttern oder Tagesvätern betreut.
Deutschland steht vor einer enormen Herausforderung: Nach einer aktuellen Studie fehlen bundesweit 300.000 Kitaplätze für Kinder unter drei Jahren. Das bedeutet, dass 14,2 Prozent der Kleinkinder keinen Betreuungsplatz erhalten können. Besonders betroffen sind die westdeutschen Bundesländer, während in Ostdeutschland teilweise sogar ein Überangebot besteht.
Die Betreuungssituation unterscheidet sich stark zwischen Ost und West. Während im Westen Plätze fehlen, kämpft der Osten mit anderen Problemen: In Ostdeutschland droht sogar ein Kita-Sterben aufgrund sinkender Kinderzahlen. Die Bertelsmann Stiftung weist darauf hin, dass im Westen mehr Plätze benötigt werden, während im Osten die Betreuungsqualität verbessert werden muss.
Eltern in Nordrhein-Westfalen stehen weiterhin vor großen Herausforderungen. Personalengpässe und begrenzte Betreuungszeiten prägen das Kita-Jahr 2025. Positiv ist, dass bei den älteren Kindern zwischen 3 und 6 Jahren die Betreuungssituation stabiler ist. Hier wurden zum Stichtag März 2025 rund 492.000 Kinder betreut.
Die unterschiedliche demografische Entwicklung in Ost und West erfordert regional angepasste Lösungen. Während NRW und andere westdeutsche Bundesländer dringend mehr Betreuungsplätze schaffen müssen, steht der Osten vor der Herausforderung, die vorhandene Infrastruktur trotz sinkender Kinderzahlen zu erhalten. Für Familien in NRW bleibt die Suche nach einem Betreuungsplatz vorerst schwierig.
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