Foto wurde mit
KI generiert
Olympia-Bürgerentscheid in Herten und Recklinghausen abgelehnt
30. Januar 2026

Olympia-Bürgerentscheid in Herten und Recklinghausen abgelehnt – Hintergründe und Auswirkungen für die Region im Überblick.

Die Ratsmitglieder in Herten haben am Mittwochabend gegen die Durchführung eines Bürgerentscheids zur Olympia-Bewerbung in der Rhein/Ruhr-Region gestimmt. Damit ist ein Bürgerentscheid sowohl in Herten als auch in Recklinghausen endgültig vom Tisch. Bestimmend war das Abstimmungsverhalten der Hertener SPD.

Worum es geht

In den Städten Herten und Recklinghausen war ein gemeinsamer Bürgerentscheid über die Bewerbung für die Ausrichtung der Olympischen Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 geplant. Die Halde Hoheward an der Stadtgrenze sollte dabei als Austragungsort für Mountainbike-Wettbewerbe dienen (Radio Vest).

Die wichtigsten Fakten

Im Hertener Stadtrat sprach sich die SPD-Fraktion geschlossen gegen den Bürgerentscheid aus, weswegen dieser scheiterte. Auch in Recklinghausen hatte der Stadtrat einem Entscheid nur unter der Voraussetzung zugestimmt, dass Herten mitzieht. Beide Städte können nun nicht weiter an der gemeinsamen Olympia-Bewerbung arbeiten (Stadt Herten).

Hintergrund der Entscheidung

Die SPD begründete ihr Nein mit den Kosten eines Ratsbürgerentscheids. Obwohl das Land NRW 85 Prozent der Ausgaben übernehmen wollte, werden gleichzeitig im sozialen Bereich Millionen eingespart. Dieser Umstand und die angespannte Finanzlage Hertens wurden als zentrale Argumente gegen den Bürgerentscheid angeführt. Zudem zweifelte die Partei an nachhaltigen Vorteilen für die Stadt durch eine Olympia-Teilnahme (Radio Vest).

Reaktionen der Bürgermeister

Hertens Bürgermeister Fred Toplak äußerte sich enttäuscht über die Entscheidung und betonte, dass den Bürgerinnen und Bürgern damit die Möglichkeit genommen wurde, Politik aktiv mitzugestalten. Auch Recklinghausens Bürgermeister Axel Tschersich (SPD) bedauerte, dass die Abstimmung im Hertener Rat keine Zwei-Drittel-Mehrheit fand (Radio Vest).

Einordnung für NRW

Die abgelehnten Bürgerentscheide bedeuten, dass die gemeinsamen Olympia-Pläne der beiden Städte in der Rhein/Ruhr-Region nicht vorangetrieben werden. Damit entfällt auch für die Bevölkerung die Chance auf Mitsprache bei dieser richtungsweisenden Entscheidung für die Region.

Ausblick

Ob und wie sich die Region künftig an Bewerbungen um Großereignisse wie die Olympischen Spiele beteiligen wird, ist derzeit offen. Die Entscheidung des Hertener Rates wird die Diskussion um bürgernahe Mitbestimmung und finanzielle Prioritäten in NRW weiter befeuern.

Quellen

Diskutiere mit!
Anonym und ganz ohne Anmeldezwang!
Alle Kommentare werden von unserer Redaktion im Vorfeld geprüft.
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

© 2026 The Radio Group Holding GmbH

Newsletter

Wir informieren dich regelmäßig über aktuelle Nachrichten, Staus und wichtigen Themen - ohne Dich zu nerven! 

Deine Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuche es erneut.
Deine Anmeldung war erfolgreich.