Petition gegen Café Impi in Köln-Ehrenfeld: Nachbarn fordern neue Öffnungszeiten und Pfand wegen Lärm und Müll.
Das beliebte Café Impi in Köln-Ehrenfeld sorgt aufgrund seines Erfolgs mit Iced Matcha für Ärger im Veedel. Immer mehr Besucher, lange Schlangen, Lärm und Müll führen zu wachsendem Unmut unter den Anwohnern – inzwischen mit einer Online-Petition.
Seit Mai 2025 zieht das Café Impi an der Barthelstraße/Piusstraße mit dem Verkauf von Iced Matcha große Besuchermengen an. Besonders abends bilden sich lange Schlangen, viele Gäste kommen aus ganz NRW. Rundschau Online
Die massive Besucherzahl bringt für das angrenzende Wohnviertel Probleme mit sich: Zu den häufigsten Beschwerden gehören Lärmbelästigung bis in die späten Abendstunden, Verkehrschaos durch Falschparker und Autoposer sowie große Mengen an achtlos entsorgtem Plastikmüll von Getränken und Speisen. Mehr als 800 Menschen haben eine Petition unterzeichnet, die sich für mehr Ruhe, Sicherheit und Sauberkeit rund ums Impi einsetzt. Die Unterzeichner fordern unter anderem eingeschränkte Öffnungszeiten, verstärkte Kontrollen gegen Raser und Falschparker sowie die Einführung eines Becherpfandes zur Müllreduktion.Open Petition
Früher war das Impi ein ruhiges Café, das hauptsächlich von Schülerinnen und Schülern sowie Trauergästen vom nahegelegenen Melatenfriedhof aufgesucht wurde. Seit der Trend um das Matcha-Getränk im Netz viral gegangen ist, hat sich das Bild gewandelt. Influencer tragen durch ihr Social-Media-Engagement zu dieser Entwicklung bei. Die Petition richtet sich direkt an Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) und Bezirksbürgermeister Volker Spelthann (Bündnis 90/Grüne). Kölner Stadt-Anzeiger
Das Beispiel Impi zeigt, wie populäre Gastronomiebetriebe nach Social-Media-Hypes auch in NRW-Städten zu Spannungen zwischen Betreibern und Anwohnern führen können. Maßnahmen wie Becherpfand oder geänderte Öffnungszeiten werden diskutiert. Die Stadt trägt Verantwortung, etwa für fehlende Müllbehälter, da Cafés diese nicht eigenmächtig aufstellen dürfen.
Die Betreiber Saskia Groß und Robin Bohn sehen sich zu Unrecht kritisiert, verweisen auf Gespräche mit Nachbarn und Ordnungsamt. Sie haben Maßnahmen ergriffen: Schlangen werden auf das eigene Grundstück gelenkt, Außenmobiliar wurde reduziert, Hinweise für Gäste angebracht („Du bist cool. Dein Müll auf’m Boden nicht.“), und die Öffnungszeiten freiwillig auf 22 Uhr begrenzt. Dennoch fühlen sie sich teilweise von Nachbarn gemobbt. Ordnungsamt und Polizei kontrollieren laut Betreiber regelmäßig. Bisher bleibt die Lage angespannt. Express
Mit dem kommenden Sommer stehen weitere Herausforderungen bevor. Anwohner und Betreiber hoffen auf Deeskalation und einen echten Treffpunkt für das ganze Veedel. Voraussetzung bleibt gegenseitiges Verständnis und die Bereitschaft, Rücksicht auf Nachbarn und Umwelt zu nehmen.
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