Foto wurde mit
KI generiert
Purim: Die wahre Geschichte des Karnevals – Ursprung, Fakten und Bedeutung
31. Januar 2026

Purim – die wahre Geschichte des Karnevals: Hintergründe, Ursprung und die Bedeutung des jüdischen Fests, das Karneval inspirierte.

Purim ist ein jüdisches Fest, das sich durch ausgelassenes Feiern, Verkleidungen und eine Karnevalsatmosphäre auszeichnet. Besonders junge Menschen singen, stoßen an und tanzen zwei Tage lang miteinander. Doch hinter Purim steckt eine tiefere historische Bedeutung.

Worum es geht

Purim wird jedes Jahr am 14. und 15. des hebräischen Monats Adàr (meist März) gefeiert. Das Fest erinnert an die göttliche Rettung des jüdischen Volkes im antiken Persien, wie sie im Buch Esther überliefert ist. Der Ursprung des Karnevals in Europa und darüber hinaus lässt sich ebenfalls, wie Quellen nahelegen, bis zu Purim zurückverfolgen. (Pro Terra Sancta)

Die wichtigsten Fakten

Die zentrale Figur von Purim ist Königin Esther. Durch ihren Mut wurde das jüdische Volk vor einem staatlich organisierten Pogrom gerettet – geplant von Amàn unter dem persischen König Ahasveros. Esther, ursprünglich ein jüdisches Mädchen, rettete ihr Volk mit Klugheit und Mut: Sie enthielt dem König ihre Abstammung lange vor, bis sie zur rechten Zeit für ihr Volk eintrat. Mordechai, ihr Ziehvater, erließ schließlich ein Dekret zur Einführung des Purimfestes. (Pro Terra Sancta)

Hintergrund

Das Purimfest wurde laut dem biblischen Buch Esther ins Leben gerufen, weil sich Leid in Freude und Trauer in einen Tag der Feier verwandelten. Der Name Purim leitet sich von „Pur“ (hebräisch für „Los“) ab: Amàn hatte das Los geworfen, um den Tag für die Vernichtung der Juden festzulegen. Das Schicksal wendete sich durch Esthers Entschlossenheit – die geplante Vernichtung wurde verhindert.

So wird Purim gefeiert

Im Mittelpunkt von Purim stehen das Vorlesen der Esther-Rolle (Meghillàth Estèr), Festmähler, das Verschenken von Speisen und Hilfe für Bedürftige. Typisch ist auch das Verkleiden – ein Symbol für die überraschende Wendung des Schicksals. Besonders beliebt sind die dreieckigen Hamantashen („Ohren von Amàn“), mit Schokolade oder Marmelade gefülltes Gebäck. Die Stimmung ähnelt einem Karneval: Singen, Tanzen und bunte Kostüme prägen das Fest. (Pro Terra Sancta)

Einordnung für NRW

Auch in Nordrhein-Westfalen gibt es Gemeinden, in denen Purim begangen wird. Die Feierlichkeiten bieten Brücken zwischen jüdischer Tradition und der hiesigen Karnevalskultur, die viel später institutionalisiert wurde (erst 1296 in Venedig). Purim ist damit eine der ältesten dokumentierten Frühlings-Feiern mit Karnevalscharakter.

Ausblick

Purim ist ein Fest, das Freude, Hoffnung und Zivilcourage feiert. Die Botschaft von Mut und Wendung des Schicksals bleibt, ungeachtet der Zeit. Die Feier, so das Buch Esther, solle von Generation zu Generation weitergegeben werden.

Quellen

Diskutiere mit!
Anonym und ganz ohne Anmeldezwang!
Alle Kommentare werden von unserer Redaktion im Vorfeld geprüft.
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

© 2026 The Radio Group Holding GmbH

Newsletter

Wir informieren dich regelmäßig über aktuelle Nachrichten, Staus und wichtigen Themen - ohne Dich zu nerven! 

Deine Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuche es erneut.
Deine Anmeldung war erfolgreich.