Purim und Karneval: Die wichtigsten Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Feste erklärt.
Purim und Karneval sind zwei Feste, die auf den ersten Blick unterschiedlich erscheinen – doch sie weisen erstaunliche Gemeinsamkeiten auf. Kostümierte Menschen und ausgelassene Feiern bestimmen an beiden Tagen das Bild. Was steckt dahinter und worin unterscheiden sie sich?
Das jüdische Purim-Fest feiert die Rettung des jüdischen Volkes vor der Vernichtung durch ein staatlich organisiertes Pogrom. Karneval hingegen ist eine heidnisch-christliche Tradition, bei der herrschende Verhältnisse auf den Kopf gestellt werden, bevor mit Aschermittwoch die Fastenzeit beginnt. Beide Feste werden mit bunten Kostümen und gemeinschaftlichen Veranstaltungen begangen (bgv.ekir.de).
Clowns, Ritter, Prinzessinnen, Monster und viele weitere Figuren treffen bei Purim in der Synagoge zusammen. Im Karneval sind es unter anderem Lappenmänner, Harlekins oder Supermen, die die Straßen und Veranstaltungen bevölkern. Die beiden Feste stehen für Lebensfreude und die Kraft der Gemeinschaft – mit der Besonderheit, dass während Karneval die gesellschaftliche Ordnung zeitweise aufgehoben wird (bgv.ekir.de).
In Nordrhein-Westfalen wird Karneval besonders intensiv gefeiert. Die Parallelen zu Purim werden zunehmend wahrgenommen: Im Rahmen der Aktion „#beziehungsweise: jüdisch und christlich – näher als du denkst“ wird für gegenseitiges Verständnis und gegen Antisemitismus sensibilisiert. Gemeinsamkeiten wie Lebensfreude, das Feiern in der Gemeinschaft und das Verkleiden werden dabei hervorgehoben (bgv.ekir.de).
Die Gegenüberstellung von Purim und Karneval zeigt: Trotz der historischen Unterschiede verbinden beide Feste ähnliche Werte. Perspektivisch dienen sie als Anlass für Dialog, Toleranz und eine bewusste Auseinandersetzung mit dem Feiern des Lebens.
Wir informieren dich regelmäßig über aktuelle Nachrichten, Staus und wichtigen Themen - ohne Dich zu nerven!