Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung: Mönchengladbach schafft mehr OGS-Plätze und setzt auf zentrale Vergabe.
Ab 2026 gilt bundesweit der Rechtsanspruch auf einen ganztägigen Betreuungsplatz für Grundschulkinder. Die Stadt Mönchengladbach arbeitet mit Hochdruck daran, den steigenden Bedarf an Plätzen zu decken und neue Strukturen in den Schulen aufzubauen. Das Ziel: Jeder Anspruch soll erfüllt werden.
Ab dem Schuljahr 2026/27 tritt der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Erstklässler*innen in Kraft. Die Stadt Mönchengladbach stellt sich dieser Herausforderung mit individuellen Lösungen an den Schulstandorten und zentraler Platzvergabe, um Eltern und Kindern Planungssicherheit zu geben (Stadt Mönchengladbach).
Für das Einschulungsjahr 2026/27 rechnet die Stadt mit 2.000 bis 2.100 benötigten Betreuungsplätzen für Erstklässler*innen. Im Sommer 2026 stehen etwa 1.380 freie Plätze zur Verfügung – bis zu 720 zusätzliche Plätze müssen also noch geschaffen werden. Kinder aus höheren Jahrgängen, die bereits einen OGS-Platz haben, behalten diesen weiterhin.
Mit dem Rechtsanspruch kommt eine Veränderung der Betreuungslandschaft. Mönchengladbach setzt konsequent auf die offene Ganztagsschule (OGS) und löst damit perspektivisch andere staatlich kofinanzierte Angebote ab. Die Stadt entwickelt an jedem Standort gemeinsam mit Schulleitung und Trägern individuelle Raumkonzepte. Unterrichts- und Betreuungsräume werden multifunktional genutzt. Offene und teiloffene Modelle ersetzen die bisherigen festen Gruppen.
Mönchengladbach folgt dabei den ministeriellen Erlässen des Landes NRW. Die Vergabe der Betreuungsplätze erfolgt künftig zentral durch den Fachbereich Schule und Sport. Für die erforderlichen Umbauten und den Aufbau von Pilotprojekten stellt die Stadt zusätzliche Mittel bereit. Träger erhalten pro tatsächlich betreutem Kind eine Förderung, was die Planungssicherheit erhöht.
Bis Ende Januar 2026 erhalten Eltern die Aufnahmebescheide für die jeweilige Grundschule. Direkt anschließend können sie ihr Kind zur OGS anmelden. Dafür ist ein eigenes und unterstützendes Verfahren vorgesehen. Nach der Schaffung der nötigen Plätze soll das System qualitativ weiterentwickelt werden – das Ziel bleibt: eine vollständige warme Verpflegung an allen Standorten.
Wir informieren dich regelmäßig über aktuelle Nachrichten, Staus und wichtigen Themen - ohne Dich zu nerven!