Sanierung Horrorhochhaus Krefeld: 81 neue Wohnungen, davon 68 öffentlich gefördert. Startschuss für das Vorzeigeprojekt NRW.
In Krefeld startet die umfassende Sanierung des ehemaligen Studentenwohnheims an der Alten Gladbacher Straße: Aus dem lange leerstehenden „Horrorhochhaus“ entstehen bis Frühjahr 2027 insgesamt 81 neue Wohnungen, darunter zahlreiche öffentlich geförderte Einheiten. Das Projekt gilt als wichtiger Schritt gegen Problemimmobilien in Nordrhein-Westfalen. Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung NRW.
Das vormals als „Horrorhochhaus“ bekannte, jahrzehntelang ungenutzte Studentenwohnheim an der Alten Gladbacher Straße in Krefeld wird einer Totalsanierung unterzogen. Investiert wird sowohl in die Wiederherstellung des bestehenden Gebäudes als auch in einen ergänzenden Neubau auf dem Gelände. Das Projekt wird durch die W. Paschertz Grundstücks GmbH aus Willich realisiert.
Beim Wohnprojekt entstehen insgesamt 81 neue Wohnungen: 54 davon im Rahmen der Totalsanierung, zusätzlich 27 im geplanten Neubau. Von den 81 Einheiten werden 68 öffentlich gefördert. Für die Sanierung werden rund 8,2 Millionen Euro aus öffentlicher Wohnraumförderung bereitgestellt, für den Neubau weitere 7,1 Millionen Euro. Die Wohnungen sind zwischen 50 und 90 Quadratmeter groß und richten sich an ein breites Mieterspektrum. Dank Fernwärme bleiben die Heizkosten niedrig, jährlich sollen rund 190 Tonnen CO2 eingespart werden.
Das Studentenwohnheim war mehr als zwei Jahrzehnte ungenutzt, litt unter Vandalismus und Verfall. Vorbereitend wurden 100 Container Müll und Taubenkot entsorgt. Das Projekt steht zugleich für eine neue Strategie beim Umgang mit Problemimmobilien: Die öffentliche Förderung ermöglicht Sanierung und Schaffung von Wohnraum, selbst an schwierigen Standorten. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2027 geplant.
Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt Gemeinden gezielt beim Umgang mit vernachlässigten Immobilien und bei der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Durch rechtliche Maßnahmen wie das Wohnraumstärkungsgesetz und begleitende Fördersummen werden Städte und Investoren bei der Weiterentwicklung problematischer Quartiere unterstützt. Die Sanierung in Krefeld wird als Vorzeigeprojekt des Landes hervorgehoben.
Die neue Nutzung des Hochhaus-Areals ist ein Gewinn für das Stadtviertel in Krefeld und soll auch als Modellprojekt für andere Kommunen dienen. Die gezielte Förderung ist ein wichtiger Baustein im Kampf gegen Leerstand, Verwahrlosung und angespannten Wohnungsmarkt – mit sozialem und ökologischem Mehrwert.
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