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Sanierungsbedarf in westdeutschen Städten: Neue Zahlen für NRW und ganz Deutschland
31. Januar 2026

Sanierungsbedarf in westdeutschen Städten 2026: NRW besonders betroffen. Aktuelle Zahlen, Fakten und regionale Unterschiede.

Sanierungsbedarf in deutschen Großstädten: Westen besonders betroffen

Laut einer aktuellen Auswertung von IW Consult und ImmoScout24 gibt es in Deutschlands westlichen Großstädten besonders viele Wohnimmobilien mit hohem Sanierungsbedarf. Bremerhaven, Salzgitter und Krefeld führen das Negativ-Ranking an. Die Daten stammen aus dem Städteranking 2025 und lassen deutliche regionale Unterschiede erkennen (Scout24).

Worum es geht

Analysiert wurden 71 deutsche Großstädte. Im Fokus steht der Anteil der inserierten Wohnimmobilien mit einer Energieeffizienzklasse E oder schlechter – diese gelten als sanierungsbedürftig. Besonders in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen ist der Sanierungsbedarf hoch.

Die wichtigsten Fakten

  • In Bremerhaven sind 61,5 Prozent der Immobilienangebote sanierungsbedürftig.
  • Salzgitter folgt mit 60,4 Prozent, Krefeld mit 59,7 Prozent.
  • Auch andere NRW-Städte wie Mönchengladbach (59,2 Prozent) und Gelsenkirchen (53,8 Prozent) liegen im Negativbereich.
  • In Ostdeutschland ist der Anteil deutlich geringer: In Chemnitz sind nur 9,1 Prozent der Immobilien betroffen, gefolgt von Rostock (9,5 Prozent) und Potsdam (14,3 Prozent).
  • Im Schnitt gelten 40 Prozent der Wohngebäude in Deutschland als sanierungsbedürftig.

Hintergrund

Der energetische Zustand von Immobilien wirkt sich direkt auf den Marktwert aus. Sanierungsbedürftige Wohnungen sind günstiger als energieeffiziente Objekte und deshalb vor allem für junge Familien attraktiv. Im westlichen Teil Deutschlands ist der Nachholbedarf groß, während ostdeutsche Städte wie Leipzig und Dresden von Investitionen nach der Wiedervereinigung profitieren und heute bei der Klimabilanz besser abschneiden.

Einordnung für NRW

Nordrhein-Westfalen ist mehrfach in der Liste der Städte mit dem höchsten Sanierungsbedarf vertreten. Mönchengladbach, Krefeld, Gelsenkirchen, Hamm und Herne gehören bundesweit zu den zehn Städten mit dem höchsten Anteil unsanierter Immobilien. Das bedeutet für die Region nicht nur Herausforderungen in Sachen Klimaschutz, sondern es bietet auch Chancen für junge Familien, die Eigenleistung in Kauf nehmen.

Ausblick

Je höher der Anteil sanierungsbedürftiger Immobilien, desto stärker zieht es Menschen im Alter zwischen 30 und 50 Jahren in diese Städte – vor allem, weil die Preise für unsanierte Wohnobjekte vergleichsweise niedrig sind. Der Wanderungssaldo dieser Gruppe steigt um 0,185 mit jedem Prozentpunkt mehr an unsanierten Immobilien auf dem Markt.

Quellen

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