Schornstein-Sprengung in Ibbenbüren am Kraftwerksgelände: Ablauf, Sicherheit und Auswirkungen für die Region.
Am Sonntag, 22. Februar 2026, wurden in Ibbenbüren im Rahmen eines kontrollierten Abrissverfahrens der Schornstein, die Rauchgasentschwefelungsanlage und die Entstickungsanlage des ehemaligen Kraftwerksgeländes erfolgreich gesprengt. Mit umfassenden Sicherheits- und Evakuierungsmaßnahmen sollte ein reibungsloser Ablauf für betroffene Anwohnerinnen und Anwohner sowie die Einsatzkräfte gewährleistet werden. Alle wichtigen Details sind von der Stadt Ibbenbüren zusammengefasst worden (Stadt Ibbenbüren).
Der Sperrbereich rund um das Kraftwerksgelände umfasste etwa 190 Anwohnerinnen und Anwohner sowie rund 400 Bewohnerinnen und Bewohner der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE). Insgesamt waren rund 120 Einsatzkräfte von Polizei, Ordnungsamt, Feuerwehr und THW im Einsatz. Der Bereich war ab 8 Uhr geräumt und wurde nach planmäßigem Verlauf gegen 12 Uhr wieder freigegeben.
Die Evakuierung begann spätestens um 8 Uhr. Für den Transport stellte die Hagedorn Unternehmensgruppe Taxen bereit. Bürgerinnen und Bürger konnten die Sprengung von einem Eventzentrum am Sperrbereichsrand aus beobachten. Bewohner der ZUE nutzten eine bereitgestellte Sporthalle. Unmittelbar nach der Evakuierung erfolgten umfassende Kontrollen durch Ordnungsamt und Polizei.
Die Absperrungen der Straßen im und um das Kraftwerksgelände waren großflächig, Umleitungspläne wurden bereits im Vorfeld kommuniziert. Innerhalb des Sperrgebietes durften keine Fahrzeuge stehen, damit Rettungswege frei blieben. Nur berechtigte Personen, wie Anwohnende oder Pflegedienste, hatten nach der festgelegten Zeit noch Zugang.
Zur weiteren Sicherheit wurde eine Flugverbotszone für Drohnen mit einem seitlichen Abstand von 100 Metern eingerichtet. Lediglich behördliche und speziell akkreditierte Drohnen waren zugelassen. Die Polizeistation Ibbenbüren war während der Sperrung im Rathaus erreichbar.
Die Sprengung in Ibbenbüren zeigt beispielhaft, wie kontrollierte Rückbauprojekte mit maximaler Sicherheit durchgeführt werden können. Die Vorgehensweise wurde in enger Abstimmung zwischen Stadt, Hagedorn Unternehmensgruppe und der Bezirksregierung Münster umgesetzt. Für vergleichbare Maßnahmen in NRW setzen solche Projekte Maßstäbe bei der Einbindung von Bevölkerung, Sicherheitsbehörden und Evakuierungslogistik.
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