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Schrott im Rhein: Niedrigwasser legt E-Scooter-Friedhof in Köln frei
18. Juli 2026

Niedrigwasser im Rhein legt in Köln massenhaft Schrott frei: K.R.A.K.E. bergete 18 E-Scooter und mehr – was steckt dahinter?

Was der Rhein so alles versteckt

Während wir uns in einem früheren Beitrag noch gefragt haben, ob der Rhein ein Ort zum Schwimmen und Entspannen sein könnte, zeigt sich jetzt eine ganz andere Seite des Flusses – und die ist alles andere als einladend.2 Das Niedrigwasser in Köln legt nämlich gerade frei, was jahrelang im Verborgenen lag: jede Menge Schrott auf dem Flussgrund. Von Algen überwucherte E-Scooter, verrostete Fahrräder und schleimige Einkaufswagen – klingt wie eine Szene aus einem Horrorfilm, ist aber bittere Realität.

K.R.A.K.E. räumt auf – und das Ergebnis ist krass

Am 18. Juli war das zehnköpfige Team von „K.R.A.K.E.“ (Kölner Rhein Aufräum Kommando Einheit) unter der Hohenzollernbrücke im Einsatz. Auf einem gerade mal 200 Meter langen Uferabschnitt haben die Helferinnen und Helfer in zweieinhalb Stunden Folgendes aus dem Rhein geborgen:1

  • 18 E-Scooter
  • etliche Fahrräder
  • Einkaufswagen
  • sogar Mobiltelefone

Initiative-Leiter Christian Stock brachte es gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger auf den Punkt: „Manche Fundstücke, die wir da rausfischten, sahen aus wie aus dem Film ‚Fluch der Karibik‘. So stark von Algen bewachsen – es war unglaublich.“1 Ja, das glauben wir dir sofort, Christian.

Klarer Ärger über E-Scooter-Anbieter

Besonders die große Anzahl an E-Scootern auf dem Flussgrund sorgt für Kopfschütteln. Die Leihroller landen offenbar regelmäßig im Rhein – ob absichtlich versenkt oder einfach unachtsam abgestellt, bleibt offen. Fakt ist: Der Fluss wird als illegale Entsorgungsstelle missbraucht, und das geht zulasten der Umwelt und der Freiwilligen, die den Dreck dann rausfischen müssen.1

Was passiert mit dem Schrott?

Zum Glück endet die Geschichte nicht einfach am Ufer. Stock erklärte, wie es nach der Bergungsaktion weitergeht: „Mit Hilfe des Ordnungsdienstes wird der gesamte Schrott nun der AWB zugeführt. Da sind wir dankbar.“1 Der geborgene Unrat wird also ordentlich weiterverarbeitet – ein kleiner, aber wichtiger Schritt für einen saubereren Rhein.

Rhein als Mülleimer? Das muss aufhören!

Was die Aktion von K.R.A.K.E. einmal mehr deutlich macht: Der Rhein ist kein Schrottplatz. Während in Düsseldorf noch darüber diskutiert wird, ob der Fluss als Freizeitoase dienen könnte, zeigt Köln, wie groß das Problem mit achtlos entsorgtem Müll tatsächlich ist.2 Wer den Rhein als Lebensraum und Naherholungsgebiet erhalten will, muss aufhören, ihn als Mülleimer zu benutzen. Hut ab vor allen Freiwilligen, die da anpacken – ihr seid echte Helden! 💪

Quellen

  1. Ärger über E-Scooter-Verleiher: Helfer bergen dank Niedrigwasser Schrott aus dem Rhein in Köln – Kölner Stadt-Anzeiger
  2. Schwimmbad im Rhein für Düsseldorf? Dieses Projekt sorgt für Gesprächsstoff! – Antenne NRW


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