Die Baupläne fürs Gymnasium Rondorf im Kölner Süden stehen auf der Kippe – und auch das Gymnasium Rodenkirchen bangt um seine dringend nötige Sanierung.
Stell dir vor, du wartest zwei Jahre auf einen versprochenen Umzug – und dann sagt dir jemand, dass der vielleicht gar nicht mehr stattfindet. Genau das ist gerade die bittere Realität für das Gymnasium Rondorf im Kölner Süden. Was als vorübergehende Interimslösung gedacht war, droht zum Dauerzustand zu werden – und das trifft gleich mehrere Schulen hart.1
Vor zwei Jahren startete das Gymnasium Rondorf – kurz „GyRo“ – in einem Interimsbetrieb. Der Plan klang eigentlich machbar: 2029 sollte der endgültige Umzug ins Neubaugebiet Rondorf Nordwest stattfinden. Das war die Ansage, das war die Hoffnung – und darauf haben sich Schülerinnen, Schüler, Eltern und Lehrkräfte eingestellt.1
Doch dann kam die Ernüchterung. In der Sitzung der Bezirksvertretung Rodenkirchen Ende April stellte die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen die Frage, wann es mit den Schulbauten im Neubaugebiet Rondorf Nordwest endlich weitergeht. Die Antwort der Verwaltung ließ alle Fraktionen mit, wie es heißt, „irritiertem Entsetzen“ zurück: Aus der Frage nach dem „Wann“ wurde in der Antwort plötzlich ein „Ob“. Ob gebaut wird – das steht offenbar in den Sternen.1
Ehrlich gesagt war die Entscheidung für ein Gymnasium in Rondorf von Beginn an umstritten. Sämtliche Schulleiter, viele Politikerinnen und Politiker sowie Eltern hatten sich ursprünglich für eine Gesamtschule ausgesprochen. Der Schulausschuss hielt sich aber an einen bestehenden Ratsbeschluss und entschied sich für ein Gymnasium. Der Tenor damals: „Hauptsache, es wird eine Schule gebaut.“1
Nun zeigt sich, dass selbst dieses Minimalziel ins Wanken geraten könnte. Und das hat nicht nur Auswirkungen auf das GyRo, sondern auch auf das Gymnasium Rodenkirchen – das sowieso schon unter enormem Druck steht.1
Der ursprüngliche Plan sah vor: Sobald das GyRo 2029 nach Rondorf umzieht, sollte das dringend sanierungsbedürftige Gymnasium Rodenkirchen in das dann freie Gebäude ausgelagert werden – damit endlich die nötigen Reparaturen und Modernisierungen stattfinden können. Die Schäden dort werden nämlich nicht kleiner, sie werden größer. Mittlerweile ist von einer „umfassenden Sanierung“ die Rede. Betroffen sind laut den vorliegenden Informationen unter anderem die Gymnastikhalle, die Sporthalle und der Pavillon.1
Wenn die Baupläne für Rondorf also weiter auf Eis liegen, sitzt auch das Gymnasium Rodenkirchen in der Warteschleife – ohne eine klare Perspektive, wann die dringend notwendigen Arbeiten endlich beginnen können.1
Die Situation ist verfahren: Das GyRo kämpft sich seit zwei Jahren durch den Interimsbetrieb und ist dabei offenbar am Limit. Das Gymnasium Rodenkirchen wartet auf seine Sanierung. Und die Finanzierung der Baupläne ist unklar. Fraktionsübergreifend herrschte in der Bezirksvertretung Rodenkirchen Entsetzen über die Antwort der Verwaltung – ein deutliches Zeichen, dass der politische Druck steigt.1
Ob und wann sich hier etwas bewegt, bleibt abzuwarten. Klar ist: Für die Schülerinnen, Schüler und Familien im Kölner Süden ist die Ungewissheit alles andere als eine entspannte Situation. Antenne NRW bleibt für euch dran und hält euch auf dem Laufenden, wenn es neue Entwicklungen gibt!
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