Nach mehreren tödlichen Unfällen im Rhein will Köln ein Badeverbot einführen. Hohe Bußgelder drohen. Ein Überblick.
Die Stadt Köln plant, das Baden im Rhein zu verbieten, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten und tödliche Unfälle zu verhindern. Am 4. September soll der Stadtrat über diese Maßnahme entscheiden. Die Verwaltung hat bereits eine entsprechende Beschlussvorlage vorgelegt.
Der Vorstoß folgt dem Beispiel der Stadt Düsseldorf, die am 14. August ein Badeverbot im Rhein erließ, nachdem dort mehrere tödliche Unfälle stattfanden. Zuletzt ertrank ein 47-jähriger Mann in Köln-Rodenkirchen. Seine Leiche wurde einige Tage später im Niederrhein entdeckt. Auch in Düsseldorf ertranken in kürzester Zeit fünf Menschen in dem reißenden Strom. Die Stadtdirektorin von Köln, Andrea Blome, betont die Notwendigkeit des Verbots und appelliert an die Bürger, den Rhein zu meiden, da viele die Gefahren beim Baden unterschätzen.
Das geplante Verbot soll ein breites Spektrum abdecken: Alle Aktivitäten, die als Baden im Rhein gelten, wie Schwimmen, Waten oder Spielen im Wasser, sollen untersagt werden. Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 1000 Euro, ähnlich der Regelung in Düsseldorf.
Die Stadtverwaltung hebt hervor, dass es nur in Ausnahmefällen, wie beispielsweise bei behördlichen oder Rettungsmaßnahmen, erlaubt sein soll, im Rhein zu baden. In der neuen Regelung ist zudem vorgesehen, dass das Baden im Rhein als das Betreten des Wassers in jeglicher Form definiert wird.
Die Gefahren beim Baden im Rhein sind beträchtlich. Die Strömung ist stark und unberechenbar, und große Schiffe können plötzlich Wasseransaugungen erzeugen, die in der Nähe befindliche Personen in Lebensgefahr bringen können. Auch wenn Schwimmer geübt sind, kann das Baden im Rhein rechtzeitig zur Gefahr werden. Rettungsdienste haben wiederholt vor den Risiken gewarnt und fordern die Öffentlichkeit auf, den Rhein zu respektieren und sich an die kommenden Regelungen zu halten.
Quelle: Rundschau Online
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