Stink-Attacke auf das Kölner Café Impi sorgt für Empörung: Die IG Kölner Gastro spricht Klartext und verteidigt die Gastro-Szene in NRW.
Köln gilt als offen, bunt und weltoffen – doch ein Vorfall aus dem Stadtteil Ehrenfeld lässt daran gerade ordentlich zweifeln. Am Wochenende wurde am angesagten Matcha-Café Impi eine übel riechende Flüssigkeit verschüttet. Kundinnen berichteten von einem bestialischen Gestank, der sich sogar in Kleidung und Autos festgesetzt haben soll. Die Polizei bestätigte den Vorfall und ermittelt wegen Sachbeschädigung – bei dem Stoff könnte es sich um Buttersäure gehandelt haben.1
Das Café Impi ist kein Nobody. Der Laden ist gehypt, beliebt und zieht ordentlich Publikum an. Und genau da liegt für manche Anwohnerinnen und Anwohner scheinbar das Problem: Lärm, Müll, Trubel – die klassischen Nebenwirkungen eines erfolgreichen Gastro-Spots mitten im Kiez.1 Aber mal ehrlich: Eine Stink-Attacke als Antwort? Das ist nicht nur unterste Schublade, sondern auch eine Straftat.
Denn statt das Gespräch zu suchen oder auf legalem Weg auf Missstände hinzuweisen, griff hier jemand zur Buttersäure. Das Ergebnis: Mitarbeitende wurden belästigt, Kundinnen und Kunden wurden vertrieben und ein Betrieb, hinter dem echte Menschen stehen, wurde attackiert.
Die Interessengemeinschaft Kölner Gastro (IG Kölner Gastro) hat sich jetzt über Instagram zu Wort gemeldet – und nimmt kein Blatt vor den Mund. Ihr Statement trifft den Nagel auf den Kopf:1
Starke Worte – und vollkommen berechtigt. Denn wer sich auf „kölsche Offenheit“ beruft, aber gleichzeitig gastronomische Betriebe mit Stinkbomben traktiert, macht sich selbst unglaubwürdig.1
Natürlich ist es kein Geheimnis, dass beliebte Cafés und Bars in Wohnvierteln auch für Reibung sorgen können. Lärm bis spät in die Nacht, volle Gehwege, Müll – das nervt, das ist verständlich. Aber der richtige Weg ist das Gespräch, die Beschwerde beim Ordnungsamt oder der konstruktive Austausch mit dem Betrieb – nicht chemische Angriffe.1
Die Gastro-Szene in NRW kämpft ohnehin schon mit genug: steigende Kosten, Personalmangel, veränderte Konsumgewohnheiten nach der Pandemie. Da braucht es keine Attacken aus der Nachbarschaft on top.
Aus der Kölner Gastro-Community kommt jetzt jedenfalls ein klares Signal der Solidarität. Und das ist gut so. Denn Gastronomie lebt von Menschen – von denen, die kochen, servieren und beraten, genauso wie von denen, die kommen, genießen und wiederkehren. Das Café Impi ist laut IG Kölner Gastro ein Beispiel für genau das, was eine lebendige Stadtkultur ausmacht.1
Wir bei Antenne NRW sagen: Bleibt neugierig, bleibt offen – und vor allem: bleibt fair zueinander. NRW ist eine der lebendigsten Regionen Deutschlands, weil hier so viele verschiedene Menschen zusammenleben. Das funktioniert nur mit Respekt – auf allen Seiten.
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