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Tankmotorschiff auf dem Rhein festgefahren – schon wieder!
18. August 2026

Ein Tankmotorschiff ist bei Dormagen auf dem Rhein festgefahren – bereits der zweite Vorfall binnen einer Woche.

Zweimal in einer Woche: Rhein bei Dormagen macht Schiffen zu schaffen

Das klingt nach einem echten Déjà-vu auf dem Rhein: Am frühen Sonntagmorgen, dem 16. August 2026 um 05:30 Uhr, hat sich erneut ein Tankmotorschiff auf dem Rhein bei Dormagen festgefahren – und das ist nicht das erste Mal in kurzer Zeit. Genau an derselben Stelle war bereits eine Woche zuvor ein Schiff auf Grund gelaufen. Was steckt dahinter? Wir erklären euch, was passiert ist.1

Was ist genau passiert?

Das Tankmotorschiff hatte kurz zuvor 308 Tonnen Natronlauge an der Verladestation des Stromhafens Dormagen aufgenommen. Nach dem Ladevorgang wollte der 35-jährige niederländische Schiffsführer das Schiff über Backbord wenden, um die Fahrt Richtung Rotterdam fortzusetzen.1

Doch dann wurde das Fahrzeug von der Strömung erfasst und trieb in Richtung des rechtsrheinischen Ufers ab. Das Stichwort hier: Niedrigwasser. Wegen des anhaltend niedrigen Wasserstands berührte das Schiff schließlich den Grund und kam fest – mitten im Rhein, bei Rheinkilometer 710,6.1

Wie kam das Schiff wieder frei?

Hier war cleveres Denken gefragt. In Absprache mit dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA Köln) pumpte der Schiffsführer die Ladung aus den vorderen Tanks in die hinteren. Dadurch hob sich der Bug des Schiffes an – und das Tankschiff kam ganz ohne fremde Hilfe wieder frei. Ziemlich beeindruckend, oder?1

Anschließend wurde der Vorfall im Hafen Niehl durch Beamte der Wasserschutzpolizei Köln aufgenommen und dokumentiert.1

Gab es Schäden oder Gefährdungen?

Die gute Nachricht: Bei der Festfahrung kam es zu keinerlei Personen- oder Sachschäden. Eine Gefährdung der Umwelt durch austretende Natronlauge konnte sofort ausgeschlossen werden. Alles also noch mal gut gegangen!1

Die Stelle ist schon bekannt – und das ist das Problem

Was die Sache besonders brisant macht: Bereits eine Woche vor diesem Vorfall war an exakt derselben Stelle ein Tankmotorschiff festgekommen. Damals musste die Schifffahrt für rund 15 Minuten gesperrt werden, damit ein sogenannter Turnversuch durchgeführt werden konnte.1

Zwei Vorfälle binnen einer Woche, gleiche Stelle, gleiche Ursache – das anhaltende Niedrigwasser auf dem Rhein macht die Schifffahrt in diesem Bereich aktuell zur echten Herausforderung. Wer also die nächsten Tage am Rhein unterwegs ist: Augen auf!1

Quellen

  1. POL-DU: Erneute Festfahrung eines Tankmotorschiffes – Presseportal


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