Textilfabrik 7.0: Deutschlands Textilindustrie wird CO2-neutral. Alles zu Konzept, Zielen und Bedeutung für NRW.
Die Textilfabrik 7.0 markiert einen wegweisenden Schritt für die Textil- und Bekleidungsindustrie in Deutschland. Ziel ist die Entwicklung und Produktion unter Zero-Emission-Bedingungen und CO2-Neutralität. Im Fokus stehen nachhaltige Technologien, Digitalisierung und die Schaffung neuer Arbeitsplätze.
Im Rahmen des Großprojekts Textilfabrik 7.0 arbeiten das Forschungsinstitut für Textil und Bekleidung der Hochschule Niederrhein, das Institut für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen, Industrieverbände und weitere Partner gemeinsam an einer zukunftsfähigen Textilproduktion. Das Konzept setzt auf emissionsfreie Herstellungsprozesse und digitale Innovationen, unterstützt von einem eigens eingerichteten Technologie- und Entwicklungszentrum am Standort Mönchengladbach (WFMG).
Deutschlandweit beschäftigt die Textil- und Bekleidungswirtschaft rund 415.000 Menschen in etwa 1.400 Unternehmen und erwirtschaftet einen Umsatz von 32 Milliarden Euro. Die Textilfabrik 7.0 adressiert aktuelle Herausforderungen wie Strukturwandel, Digitalisierung (Künstliche Intelligenz, Robotisierung, Cyber-Security) sowie nachhaltige Kreislaufwirtschaft und Ressourcenmanagement. Der erste Bauabschnitt, ein Technologiezentrum für Ingenieur- und Designdienstleistungen, ist für den Zeitraum 2025-2029 vorgesehen.
Mönchengladbach ist traditionell ein Zentrum der Textilindustrie und bildet mit starken Ausbildungs- und Forschungseinrichtungen einen Schlüsselstandort für das Projekt. Der geplante „T7-Park“ soll einen komplett emissionsfreien und digitalisierten Industriepark schaffen, in dem innovative Unternehmen und Start-ups unter einem Dach produzieren und forschen (WFMG).
Mit der Textilfabrik 7.0 und dem Ausbau des Monforts Quartiers als Innovationsstandort wird ein Signal für die Transformation der Textilindustrie in Nordrhein-Westfalen gesetzt. Die Einbindung von Unternehmen, Hochschulen und Verbänden soll nachhaltige Wertschöpfungsketten fördern und Arbeitsplätze auf allen Qualifikationsebenen sichern.
Der Projekterfolg hängt maßgeblich vom Input und Feedback der Branche ab. Unternehmen, die sich informieren, Design- und Ingenieurservices nutzen oder eigene Ideen einbringen wollen, können sich direkt an das Projektkonsortium wenden. Kontaktmöglichkeiten und weitere Infos gibt es unter t7-management.de.
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