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Tschüss, De Fressbud! Kölner Kult-Imbiss am Eigelstein macht für immer dicht
13. Juli 2026

Der Kölner Kult-Imbiss „De Fressbud

Ein Stück Köln sagt Auf Wiedersehen – für immer

Die roten Jalousien sind unten, auf den Fenstern steht es schwarz auf weiß: „Wir schließen.“ Wer am Kölner Eigelstein unterwegs war, kennt den Anblick – und wer „De Fressbud“ kannte, weiß, was das bedeutet. Ein echtes Stück Kölner Stadtgeschichte ist Geschichte. Nach fast 50 Jahren ist der Kult-Imbiss am Eigelstein dicht. Und das nach einem Mietstreit.1

Fast 50 Jahre Currywurst, Spießbraten und Gulasch

„De Fressbud“ war nicht irgendein Imbiss. Die Bude am Eigelstein war eine feste Institution – der Typ Laden, den man nicht googeln muss, weil man ihn einfach kennt. Ob Currywurst mit Pommes, Spießbraten oder Gulasch: Hier wurde bodenständige Küche serviert, und das über Jahrzehnte hinweg.1

Und nicht nur die Leute aus dem Viertel wussten das zu schätzen. Auch Promis zog es an den Eigelstein. Der verstorbene Kölner Entertainer Willi Herren, Partysängerin Melanie Müller und TV-Koch Mike Süsser haben hier alle schon bestellt. Kult eben.1

Sogar Anthony Bourdain war begeistert

Das vielleicht größte Highlight in der Geschichte der Fressbud? Der Besuch von US-Starkoch und TV-Legende Anthony Bourdain im Jahr 2016. Er kam für seine CNN-Sendung „Parts Unknown“ nach Köln und ließ sich dort Currywurst mit Pommes schmecken – und war begeistert. Insgesamt testete Bourdain bei seinem Köln-Besuch sieben Lokalitäten, darunter das Brauhaus „Zur Malzmühle“, „Bei Oma Kleinmann“, „Ox & Klee“, „Artistanbul“, „Kleine Glocke“ und die Trattoria „Bar Celentano“. Bourdain, der 2018 verstarb, gehörte zu den bekanntesten Gastro-Reportern der Welt – und er wählte die Fressbud.1

Mietstreit macht dem Kult-Laden den Garaus

Was dem Imbiss jetzt das Genick gebrochen hat, ist kein Qualitätsproblem und keine fehlende Stammkundschaft. Es war ein Mietstreit, der letztendlich dazu geführt hat, dass die Jalousien dauerhaft unten bleiben. Ein Ende, das sich für einen Laden mit fast 50 Jahren Geschichte unfair anfühlt – aber leider keine Seltenheit ist.1

Köln verliert ein Stück Seele

Solche Läden entstehen nicht einfach neu. „De Fressbud“ war das, was viele Städte heute suchen und selten noch finden: authentisch, bodenständig, mit echter Geschichte. Kein Konzept, kein Franchise – einfach ein Imbiss, der über Jahrzehnte funktioniert hat, weil die Menschen ihn geliebt haben.

Für alle, die den Eigelstein kennen und die Fressbud vermissen werden: Das Kapitel ist zu. Aber die Erinnerungen – an die Currywurst, an Bourdain, an die ganzen Stammgäste – die bleiben. Danke, De Fressbud. War schön mit dir.1

Quellen

  1. Kult-Imbiss vom Eigenstein muss dicht machen – WA.de


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