UNSICHTBAR TRAGEN: Theaterprojekt in Hilden macht pflegende Elternschaft sichtbar und fördert Inklusion in NRW.
Viele Familien in Deutschland erleben eine Realität, die im Alltag kaum sichtbar ist: pflegende Elternschaft. Mit dem Theaterprojekt „UNSICHTBAR TRAGEN“ in Hilden wird diese Lebenswelt auf die Bühne gebracht und erhält erstmals öffentliche Aufmerksamkeit.
Das Projekt „UNSICHTBAR TRAGEN“ rückt pflegende Elternschaft ins Zentrum. Hinter dem Projekt steht Franzi Leminski, selbst pflegende Mutter und Theaterpädagogin. Gemeinsam mit anderen betroffenen Müttern entwickelt sie eine Bühnenperformance, die auf ihren persönlichen Erfahrungen basiert. Ziel ist es, Sichtbarkeit für eine Lebensrealität zu schaffen, die meist im Verborgenen bleibt (Startnext).
Gestartet am 7. April 2026 und erfolgreich über Crowdfunding finanziert, schafft „UNSICHTBAR TRAGEN“ einen kreativen Raum für Austausch und Ausdruck. Die Teilnehmerinnen arbeiten mit Körper, Stimme und Ausdruck, um Unsichtbares sichtbar zu machen. Das Projekt richtet sich an pflegende Eltern, deren Angehörige und alle, die diese Lebensrealität kennenlernen möchten. Die Finanzierung floss unter anderem in Probenräume, künstlerische Leitung, Material, Aufwandsentschädigungen und Dokumentation.
Pflegende Elternschaft ist geprägt von Organisation, emotionaler und körperlicher Belastung sowie gesellschaftlicher Unsichtbarkeit. Viele Familien mit pflegebedürftigen Kindern tragen hohe Verantwortung, erleben aber oftmals Ablehnung bei Anträgen und wenig echte Inklusion. Der Versuch, dieses Thema über Kulturförderungen zu platzieren, scheiterte häufig an mangelnder Anerkennung. Diese Erfahrungen spiegeln sich in der Performance wider.
Das Theaterstück wird ab Mai/Juni 2026 in Hilden realisiert. Initiativen wie diese schaffen neue Räume für Dialog und Begegnung rund um Inklusion und gesellschaftliche Vielfalt. Regionale Projekte tragen dazu bei, die Lebensrealität pflegender Familien öffentlich sichtbar zu machen und einen Grundstein für mehr Verständnis und Teilhabe zu legen.
Mit „UNSICHTBAR TRAGEN“ entsteht ein beispielgebender Begegnungsraum. Durch persönliche Geschichten wird die Grundlage für mehr Verständnis und gesellschaftlichen Wandel geschaffen. Die Initiatorinnen hoffen, mit ihrer Performance Impulse für mehr Inklusion und Akzeptanz zu setzen – und ihre Erfahrungen über die Aufführung hinaus zugänglich zu machen.
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