Verdi-Streik am 27. und 28. Februar: Nahverkehr in Köln, Bonn, Leverkusen stark eingeschränkt. KVB, SWB, Wupsi betroffen.
Die Gewerkschaft Verdi ruft erneut die Beschäftigten im kommunalen Nahverkehr zu Streiks auf. Am Freitag, 27. Februar, und Samstag, 28. Februar, wird es insbesondere in Köln, Bonn und Leverkusen zu erheblichen Einschränkungen kommen. Die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB), die Stadtwerke Bonn (SWB) und der Leverkusener Anbieter Wupsi sind betroffen.
Der Warnstreik im Nahverkehr betrifft diesmal mehrere Städte gleichzeitig. Ab Freitag, 3 Uhr, ruht bei der KVB der Stadtbahn-Verkehr komplett. Lediglich durch Subunternehmen durchgeführte Busfahrten finden noch statt und werden in der elektronischen Fahrplanauskunft sowie auf der Website der KVB veröffentlicht. Die Linien 16 und 18, betrieben mit den Stadtwerken Bonn, fahren ebenfalls nicht.
Die Streikmaßnahmen dauern bis einschließlich Samstag. Die KVB nimmt ihren regulären Betrieb erst am Sonntag, 1. März, mit Beginn des Betriebstages wieder auf. In den betroffenen Kundencentern und Verkaufsstellen der KVB bleibt es während des Streiks ebenfalls geschlossen. Außerdem sind weder die Mobilitätsgarantie gültig noch alternative Leistungen des Unternehmens zugesichert.
Der Streik ist Teil der aktuellen Tarifverhandlungen zwischen Verdi und dem Kommunalen Arbeitgeberverband NRW. Ein Hauptgrund: In der ersten Verhandlungsrunde legten die Arbeitgeber laut Verdi kein Angebot vor. Mit den Arbeitsniederlegungen will die Gewerkschaft vor dem nächsten Verhandlungstermin am 2. und 3. März den Druck erhöhen.
Im Mittelpunkt stehen die Arbeitsbedingungen für das Personal: Verdi fordert unter anderem eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit von 39 auf 37 Stunden bei vollem Lohnausgleich, verlässliche Ruhezeiten sowie höhere Zuschläge für Sonntagsarbeit. Laut Frank Michael Munkler von ver.di Köln-Bonn-Leverkusen leiden die Mitarbeitenden seit Jahren unter Überlastung und hohen Krankenständen.
Der Streik betrifft ausschließlich die kommunalen Nahverkehrsbetriebe; Fahrten der Deutschen Bahn, Mittelrheinbahn und anderer Eisenbahnunternehmen sind nicht betroffen. KVB-Tickets werden im Geltungsbereich des Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) auch in S-Bahnen, Regionalbahnen und Regionalexpressbahnen anerkannt. Zusätzlich empfiehlt die KVB das Angebot des KVB-Rads als Alternative.
Mit dem erneuten Streik setzt Verdi einen bundesweiten Impuls für bessere Arbeitsbedingungen im Nahverkehr. Fahrgäste in NRW müssen sich an Streiktagen auf erhebliche Einschränkungen einstellen, haben aber durch die Nutzung von Bahnangeboten weiterhin eingeschränkte Mobilitätsoptionen.
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