Ein 1.000 Jahre altes Kerzenleuchter-Fragment ist nach über 100 Jahren zurück im Essener Dom. Der historische Wert ist enorm.
Nach über hundert Jahren hat ein kleines, aber historisch bedeutsames Fragment eines bronzenen Kerzenleuchters seinen Weg zurück in den Essener Dom gefunden. Die Rückkehr des Daumennagel großen Stücks wurde durch eine Spende von Sponsoren ermöglicht. Für 15.000 Euro konnte das Fragment, bekannt als Nietenkopfmaske, in einem Münchener Kunsthaus erworben werden.
Der siebenarmige Kerzenleuchter, der um das Jahr 990 im Essener Dom geschaffen wurde, gilt als die älteste erhaltene Nachbildung eines Leuchters aus dem Jerusalemer Tempel. Das verlorene Fragment war Teil des Fußes des Leuchters und ging über viele Jahre verloren.
Ein Kunstsammler aus der Schweiz erwarb das Stück, nachdem es auf dem Kunstmarkt aufgetaucht war, und versuchte, die Herkunft des Artefakts zu erforschen. Die Nachforschungen führten ihn schließlich nach Essen, wo er Kontakt zu den Mitarbeitern des Domschatzes aufnahm. Allerdings war der Sammler, der zu Lebzeiten keine Rückgabe des Stücks in Betracht zog, körperlich angeschlagen und konnte die Gespräche nicht weiterführen.
Nach seinem Tod boten die Erben das fragmentarische Stück zum Verkauf an, was den Mitarbeitern des Essener Domschatzes erneut die Möglichkeit gab, das wertvolle Stück zurückzuholen. Eine Wiederanbringung des Fragmentes am Kerzenleuchter ist jedoch nicht möglich, da dies zu Beschädigungen führen würde. Bereits in den 1920er Jahren wurde die Lücke am Fuß des Leuchters durch einen Goldschmied geschlossen.
Das Fragment wird nun im Domschatz ausgestellt und kann von Besuchern bestaunt werden.
Quelle: WDR, Bistum Essen
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