2025 eröffnet in Krefeld die neue Dauerausstellung Villa Merländer zur NS-Zeit. Alle Entwicklungen hier lesen!
Die NS-Dokumentationsstelle der Stadt Krefeld bereitet aktuell eine neue Dauerausstellung in der Villa Merländer vor. Zum 100-jährigen Bestehen des Hauses im Jahr 2025 soll die modernisierte Ausstellung eröffnet werden. Ziel ist ein Ort, der das Leben vor, während und nach der NS-Diktatur ebenso wie die dokumentierte Verfolgung sichtbar macht. Quelle
Für die Planung und Neukonzeption wurden von der Landeszentrale für politische Bildung über 52.000 Euro und von der Kulturstiftung der Sparkasse Krefeld 12.250 Euro bereitgestellt. Zwei neue Mitarbeitende, der Historiker Robert Muschalla und die Wissenschaftlerin Franziska Penski, arbeiten an der Neukonzeption. Module mit wechselnden Themen sollen mehr Flexibilität ermöglichen und moderne didaktische Methoden sowie neue Forschungsergebnisse einbringen. Quelle
Bisher wurde die Ausstellung im ehemaligen Wohnhaus des Seidenhändlers Richard Merländer zuletzt vor rund zehn Jahren ergänzt. Viele Inhalte gelten heute als überholt. Mit der Neugestaltung soll ein besonders breites Themenspektrum abgedeckt werden, darunter auch bisher wenig beleuchtete Opfergruppen wie Homosexuelle, Sinti und Roma sowie Zwangsarbeiter. Auch lokale Täterbiografien werden einbezogen. Ebenso Teil der Ausstellung werden Entwicklungen rund um sogenannte „Entartete Kunst“ in Krefeld und Geschichten lokaler Persönlichkeiten wie Richard Merländer. Quelle
Mit der inhaltlichen und methodischen Breite hebt sich Villa Merländer von anderen NS-Ausstellungen in Nordrhein-Westfalen ab: Inklusive Vermittlung durch „Leichte Sprache“ und die Integration bisher kaum berücksichtigter Gruppen werden großgeschrieben. Speziell für Kinder und Jugendliche werden Formate erarbeitet, die deren Perspektiven und Interessen aufnehmen – mit Befragungen und Gesprächsrunden an den 14 Kooperationsschulen vor Ort. Quelle
Für die Umsetzung der neuen Ausstellung werden noch Förderer und Sponsoren gesucht. Sobald der Kostenrahmen feststeht, lädt die NS-Dokumentationsstelle die Krefelder Stadtgesellschaft zur finanziellen Unterstützung ein. Interessierte können sich bereits jetzt melden. Die offizielle Eröffnung der neu konzipierten Dauerausstellung ist für 2025 vorgesehen. Quelle
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