Wie Händler 2026 E-Commerce erfolgreich betreiben: Herausforderungen, Tipps, NRW-Fakten. E-Commerce verständlich erklärt.
E-Commerce ist aus dem modernen Handel nicht mehr wegzudenken. Doch gerade für Händler ergeben sich viele Herausforderungen – von der Definitionsfrage bis zu praktischen Hürden im Online-Verkauf. Handelsexperte Gerrit Heinemann beleuchtet im Interview zentrale Stolpersteine und Lösungswege.
Wachsender Online Handel führt zu Unsicherheiten bei der Erhebung und Interpretation von Umsatzzahlen. Der Begriff „Zahlensalat“ beschreibt die Probleme mit uneinheitlichen Definitionen und fehlenden Standards bei der Messung von E-Commerce und Online Handel. Strukturelle Herausforderungen bremsen zudem das Wachstum.
Der Online Handel in Deutschland wächst weiter – entgegen der Annahme mancher Branchenbeobachter. Die Umsatzangaben schwanken jedoch bis zu 70 Prozent, abhängig von der jeweiligen Berechnungsmethode. Zu den Streitpunkten zählen insbesondere die Einbeziehung von Marktplatzumsätzen, Crossborder-Umsätzen oder Service-Umsätzen (z. B. Tickets).
Laut Heinemann ist Online Handel auf den reinen Warenverkauf beschränkt, während E-Commerce auch Dienstleistungen und hybride Umsätze umfasst. Fehlende Standards führen zu Fehlinterpretationen und dazu, dass Händler falsche strategische Schlüsse ziehen. Ein weiteres Hindernis ist die teils mangelhafte digitale Infrastruktur sowie die Zurückhaltung stationärer Händler gegenüber digitalen Kanälen („digitale Allergie“).
Viele Händler, insbesondere kleine, lokale Händler, stellen nur einen Bruchteil ihres Sortimentes online oder führen gar keinen Onlineshop. Oft fehlen passende IT-Systeme und moderne Logistik. Gerade im mittelständischen Umfeld existiert großer Nachholbedarf, etwa beim Angebot kundenfreundlicher Bezahlmethoden wie Rechnungskauf oder bei der Bereitstellung von Lieferservices und Beratungstools. Digitales Engagement ist für die Wettbewerbsfähigkeit auch in NRW entscheidend.
Für die kommenden Jahre erwartet Heinemann weiterhin eine starke Entwicklung des E-Commerce – auch in NRW. Entscheidend bleiben die einheitliche Erhebung von Umsatzzahlen, bessere technische Grundlagen und der kulturelle Wandel im Handel. Heinemann empfiehlt lokalen Händlern ein stufenweises Vorgehen mit klaren Digitalisierungs-Schritten und fordert bei Filialisten den Einsatz nach Vorbild digitaler Disruptoren. Nur wer bereit ist, den Aufwand zu investieren, kann dauerhaft am Markt bestehen. Wer Unterstützung bei der Entwicklung eines modernen Onlineshops sucht, findet etwa bei Anexia technische Expertise.
Mehr zum Thema im vollständigen Interview bei Anexia.
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