Ein 32-jähriger Autofahrer lieferte der Polizei im Rhein-Erft-Kreis eine gefährliche Verfolgungsjagd – fünf Beamte wurden dabei verletzt.
Was in der Nacht zu Donnerstag (6. August) im Rhein-Erft-Kreis passierte, klingt wie aus einem Actionfilm – war aber bittere Realität für fünf Polizistinnen und Polizisten, die dabei leicht verletzt wurden. Ein 32-jähriger Autofahrer lieferte den Einsatzkräften eine gefährliche Verfolgungsjagd durch Elsdorf und Bergheim, bevor er schließlich in Glesch gestoppt werden konnte.1
Gegen 1.45 Uhr meldete sich eine aufmerksame Zeugin bei der Polizei. Nahe einer Tankstelle in Elsdorf saß ein Mann in seinem Auto, der offenbar verwirrt wirkte. Als die alarmierten Einsatzkräfte eintrafen und den Mann kontrollieren wollten, erblickte dieser den Streifenwagen – und gab Gas. Über den Grünstreifen rollte er auf die Fahrbahn und fuhr einfach davon.1
Die Polizistinnen und Polizisten nahmen die Verfolgung auf und gaben Anhaltesignale. Doch der 32-Jährige dachte nicht ans Stoppen. Bei einem ersten Anhalteversuch schrie er die Uniformierten durch das geschlossene Fenster an. Bei einem weiteren Versuch wurde es richtig gefährlich: Er fuhr immer wieder an, obwohl bereits zwei Polizisten direkt neben seinem Fahrzeug standen – und gefährdete sie dabei massiv.1
In Glesch gelang es den Einsatzkräften schließlich, den Wagen auszubremsen. Um einen erneuten Fluchtversuch zu verhindern, schlugen sie die Seitenscheibe des Fahrzeugs ein. Was danach folgte, war alles andere als einfach: Der 32-Jährige leistete massiv Widerstand – er schlug und trat nach den Beamtinnen und Beamten. Mehrere Polizeikräfte wurden dabei verletzt.1
Am Ende wurde der renitente Fahrer vorläufig festgenommen. Die Polizei stellte seinen Führerschein sowie das Fahrzeug sicher. Nach einer Prüfung wurde der Beschuldigte einer Klinik zugeführt. Jetzt muss er sich in einem Verfahren verantworten – die Ermittlungen des Verkehrskommissariats dauern noch an.1
Dieser Fall macht deutlich, wie gefährlich der Alltag für Polizistinnen und Polizisten sein kann – selbst bei einer vermeintlich harmlosen Kontrolle an einer Tankstelle mitten in der Nacht. Fünf verletzte Einsatzkräfte sind fünf zu viel. Wer sich einer Polizeikontrolle widersetzt und dabei Menschen gefährdet, muss mit ernsthaften rechtlichen Konsequenzen rechnen.1
Gut, dass die aufmerksame Zeugin in dieser Nacht nicht weggeschaut hat – ohne ihren Anruf wäre der Mann womöglich noch länger durch den Rhein-Erft-Kreis gefahren. Also: Augen auf im Straßenverkehr, und wenn euch etwas komisch vorkommt, lieber einmal zu viel die 110 wählen als einmal zu wenig!
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