Streik in den Niederlanden legt den RE 18 zwischen Aachen und Maastricht lahm. Alle Infos zu Ausfällen, Alternativen und weiteren geplanten Streiktagen bis…
Wenn ihr normalerweise mit dem RE 18 von Aachen nach Heerlen oder Maastricht fahrt, müsst ihr am Mittwoch, den 14. Oktober, umplanen. Die komplette Linie fällt auf ihrem gesamten Laufweg aus. Grund ist ein landesweiter Streik im niederländischen Regionalverkehr, der laut Informationsportal zuginfo.nrw von 6 Uhr morgens bis 1 Uhr nachts für Chaos sorgt.
Zwischen Aachen Hbf und Herzogenrath gibt’s immerhin Ausweichmöglichkeiten: Die Linien RB 33, RB 20 oder RE 4 springen hier ein. Für den niederländischen Streckenabschnitt sieht’s schlechter aus – eine Alternative nennt zuginfo.nrw nicht. Nach niederländischen Störungsmeldungen fahren zwischen Heerlen und Aachen wegen des Streiks bis etwa 2 Uhr am Donnerstag gar keine Züge mehr.
Hintergrund ist ein Tarifkonflikt im niederländischen Regionalverkehr. Die Gewerkschaften FNV und CNV haben den Streik ausgerufen, nachdem die Verhandlungen zwischen Gewerkschaften und dem Arbeitgeberverband VWOV ins Stocken geraten sind. Betroffen sind unter anderem die Bahnunternehmen Arriva, Keolis und Qbuzz – also genau die Unternehmen, die auch den Dreiländerzug zwischen Aachen, Maastricht und Lüttich betreiben.
Wie das Fachmagazin LOK Report berichtet, geht es den Beschäftigten vor allem um ihre Arbeitsbedingungen. Die Arbeitgeber wollen die Mitarbeitenden flexibler einsetzen, zusätzliche unbezahlte Pausen einführen und das Mitspracherecht bei Dienstplänen einschränken. Aktuell erfahren die Beschäftigten ihren Dienstplan rund acht Tage im Voraus – das soll auf vier Tage oder weniger gekürzt werden. FNV-Verhandlungsführer Marijn van der Gaag kritisiert laut LOK Report, dass die Arbeitgeber trotz eines Ultimatums an ihrem „umfangreichen Paket von Verschlechterungen“ festhalten.
In der niederländischen Region Limburg fahren die Arriva-Züge am Streiktag laut Fahrplanportal 9292 komplett nicht. Wichtig zu wissen: Die Züge der staatlichen Bahn NS sind vom Streik ausgenommen, da sie unter einen anderen Tarifvertrag fallen.
Leider bleibt’s nicht bei diesem einen Streiktag. Nach Angaben von LOK Report wollen die Gewerkschaften bis Weihnachten jeden Mittwoch einen Aktionstag organisieren – vorausgesetzt, es gibt vorher keine Einigung. Wann genau die nächsten Streiks stattfinden, geben FNV und CNV aber immer erst kurzfristig bekannt. Der Grund: Sie wollen verhindern, dass sich Arbeitgeber mit Last-Minute-Notfallplänen auf die Streiks vorbereiten.
Für alle, die regelmäßig über die Grenze pendeln oder einen Trip nach Maastricht, Heerlen oder Lüttich planen, heißt das: Vor der Abfahrt immer nochmal checken, ob gerade gestreikt wird. Am besten schaut ihr kurz vorher bei zuginfo.nrw oder den niederländischen Fahrplanportalen vorbei, bevor ihr losfahrt.
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