Jugendliche mit Fluchterfahrung gestalten mit dem Weseler Stadtarchiv das Projekt „Fluchtort Wesel – Heimat Wesel?“
Manchmal braucht es keine großen Worte – sondern echte Geschichten. Genau das passiert gerade in Wesel, wo Jugendliche mit Fluchterfahrung ihre persönlichen Erlebnisse in ein gemeinsames Schulprojekt einbringen. Zusammen mit dem Weseler Stadtarchiv entsteht dabei etwas, das weit über ein normales Schulprojekt hinausgeht: ein klares Statement zur aktuellen politischen Lage.1
Hinter dem Projekt steckt eine starke Idee: Jugendliche, die selbst geflohen sind, teilen ihre Geschichte – und machen sie damit zu einem Teil der Weseler Stadtgeschichte. Das Stadtarchiv Wesel ist dabei nicht einfach nur Kulisse, sondern aktiver Part des Ganzen. Mit dabei sind Lena Koch, Florian Klaus und Christoph Moß vom Stadtarchiv Wesel sowie Ahmet Ensah Cayci und Frieder Steih von der Ida-Noddack-Gesamtschule. Auch Urban Beckmann von der Stadt Wesel ist Teil des Teams.1
Was das Projekt so besonders macht? Es verändert laut den Beteiligten die Arbeit des Stadtarchivs selbst. Persönliche Fluchtgeschichten werden so zu einem Teil des kollektiven Gedächtnisses der Stadt – das ist alles andere als selbstverständlich.1
Klar ist: Dieses Projekt geht weit über den normalen Unterricht hinaus. Die Schülerinnen und Schüler der Ida-Noddack-Gesamtschule bringen ihre eigenen Erfahrungen ein und schaffen damit etwas Bleibendes. Ihre Geschichten landen nicht einfach in einer Schublade, sondern fließen direkt in die Arbeit des Stadtarchivs ein – und setzen dabei ein klares politisches Zeichen.1
Gerade in Zeiten, in denen Debatten rund um Flucht und Migration so hitzig geführt werden wie selten zuvor, zeigt dieses Projekt aus Wesel: Begegnung auf Augenhöhe und das Erzählen echter Geschichten können mehr bewegen als jede Schlagzeile. Das ist Community-Arbeit, wie sie sein sollte – nah, ehrlich und mit echtem Impact.1
Für uns bei Antenne NRW ist genau das der Kern dessen, was NRW ausmacht: Menschen, die zusammenarbeiten, Geschichten teilen und gemeinsam etwas schaffen, das bleibt. Das Projekt „Fluchtort Wesel – Heimat Wesel?“ ist ein tolles Beispiel dafür, wie Schule, Stadtgeschichte und gesellschaftliche Verantwortung zusammenwachsen können. Daumen hoch für alle Beteiligten – das verdient Aufmerksamkeit weit über Wesel hinaus!1
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