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Tankrabatt ab Oktober: Darum werden Benzin und Diesel jetzt schon günstiger
30. September 2026

Der Tankrabatt startet ab Donnerstag und Benzin sowie Diesel werden schon vorher günstiger. Wir zeigen euch, was sich beim Sprit jetzt konkret ändert.

Günstiger tanken schon vor dem Startschuss

Ab Donnerstag ist es offiziell: Der Tankrabatt ist zurück und diesmal bleibt er direkt bis Ende des Jahres. Das Beste daran: Ihr müsst gar nicht bis Mitternacht warten, um davon was zu merken. Nach ADAC-Daten kostete Super E10 am Mittwochvormittag schon 4,2 Cent pro Liter weniger als am Dienstag zur gleichen Zeit, Diesel verbilligte sich um 3,9 Cent. Kurz vor Mittag lag der Rückgang laut dem Spritpreisportal Tankerkönig sogar bei rund fünf Cent gegenüber dem Vortag. Auch im Tagesdurchschnitt ging’s schon runter: Am Dienstag zahlte man für E10 im Schnitt 2,258 Euro, das waren 1,8 Cent weniger als am Montag. Diesel lag bei 2,409 Euro, ein Minus von 1,6 Cent.

Was sich durch den Tankrabatt konkret ändert

Vom 1. Oktober bis zum Jahresende senkt der Bund die Energiesteuer auf Benzin und Diesel um 14,04 Cent pro Liter. Zusammen mit der dadurch ebenfalls sinkenden Mehrwertsteuer ergibt sich laut Bundesregierung eine Entlastung von rund 17 Cent pro Liter. Die niedrigere Steuer gilt für Kraftstoff, der ab Mitternacht die Raffinerien oder Tanklager verlässt. Trotzdem rechnet die Mineralölbranche damit, dass die Preise an den Zapfsäulen sofort nachgeben. Christian Küchen, Hauptgeschäftsführer des Wirtschaftsverbands Fuels und Energie, versicherte laut dpa, die Entlastung werde ab Mitternacht vollständig und ohne Aufschläge weitergereicht.

Bundestag und Bundesrat hatten der Regelung bereits Ende September zugestimmt. Im Bundestag stimmten bei einer namentlichen Abstimmung 434 von 562 Abgeordneten dafür, wie die Tagesschau berichtet. Für den Bund und die Länder bedeutet das Steuerausfälle von bis zu 2,5 Milliarden Euro, die sich beide Seiten je zur Hälfte teilen. Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte laut Bundesregierung.de dazu: „Wer jeden Tag auf das Auto angewiesen ist, kommt an seine Belastungsgrenze. Wir handeln schnell und haben einen klaren Fahrplan für 2027.“

Kommt die Entlastung wirklich komplett an?

Ganz easy ist das Thema aber nicht. Der ADAC erwartet einen schrittweisen Preisrückgang und fordert laut Kraftstoffmarktexperte Christian Laberer eine möglichst schnelle und vollständige Weitergabe der Steuersenkung. Seine Sorge: Ein Teil der Entlastung könnte bei den Unternehmen hängen bleiben. Der Branchenverband widerspricht dem und verweist auf den Wettbewerb zwischen rund 14.000 Tankstellen in Deutschland. Schon beim ersten Tankrabatt im Mai und Juni war die Weitergabe umstritten. Ifo-Institut, Monopolkommission und Bundeskartellamt kamen damals zu dem Ergebnis, dass die Entlastung überwiegend, aber nicht komplett bei den Verbrauchern ankam. Laut Bundesregierung.de bewerten Monopolkommission und Bundeskartellamt die damalige Wirkung inzwischen positiv und sehen die Energiesteuersenkung als weitgehend bei den Menschen angekommen.

Warum die Preise schon vor der eigentlichen Steuersenkung fallen, lässt sich laut ADAC nicht hundertprozentig erklären. Vermutet wird ein Einfluss der aktuellen Entspannung an den internationalen Ölmärkten. Klar ist aber: Angesichts des hohen Preisniveaus gab’s offenbar Spielraum für Nachlässe. Engpässe durch einen möglichen Ansturm auf die Tankstellen erwartet der ADAC zum Start nicht, ähnlich wie schon beim ersten Rabatt im Mai.

Wie geht’s weiter?

Der Tankrabatt ist offenbar nicht das Ende der Geschichte. Laut Bundesregierung.de sollen spätestens zum 1. Januar 2027 Gespräche mit der Mineralölwirtschaft zu einem vorübergehenden Spritpreisdeckel nach Vorbild von Luxemburg oder Belgien führen. Auch aus den Bundesländern kamen bei der Bundesratssitzung Forderungen nach mehr: Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig sagte laut Tagesschau, der Sprit müsse wieder unter zwei Euro. Kritik kam unter anderem von den Grünen, die die Maßnahme als wenig zielgenau bezeichneten. Für euch heißt’s aber erstmal: ab Donnerstag ein bisschen mehr Geld im Portemonnaie beim Tanken.

Quellen


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