Beim 200. Park Run am Kemnader See liefen alle in Abendgarderobe – sogar zwei Frauen aus Tokio reisten extra an. Die verrückte Geschichte dahinter gibt’s hier!
Stell dir vor, du stehst samstagmorgens am Kemnader See, der Startschuss fällt – und um dich herum joggen Leute in Abendkleidern und Krawatten. Klingt verrückt? Ist es auch. Und genau deshalb war der 200. Park Run am Kemnader See einfach der Hammer! 🎉1
Familie Roy hat sich für das Jubiläum richtig ins Zeug gelegt: Vater Roman im weißen Hemd mit Krawatte, Weste und Anzughose, Sohn Daniel Roy ebenfalls im schicken Outfit und Mutter Hedi im schwarzen Abendkleid. Alle drei laufen regelmäßig beim Park Run mit – zum 200. Mal wollten sie es aber besonders machen. Und das haben sie definitiv geschafft.1
Hinter der ungewöhnlichen Dress-Code-Idee steckt Arnd Bernstein. Der 58-Jährige organisiert den Lauftreff seit vier Jahren und hat sich für das Jubiläum etwas Besonderes überlegt. Seine Begründung? Simpel und genial:1
„Ich dachte, so ein runder Geburtstag muss angemessen gefeiert werden, warum also nicht mal morgens in Abendgarderobe joggen.“
Selbst laufen konnte er an diesem Morgen übrigens nicht – zu viel Organisationsstress. Aber zumindest hat er sich ebenfalls schick gemacht. Respect!1
Falls du den Park Run noch nicht kennst: Das Konzept kommt aus England. Schon 2003 trafen sich dort in einem Park Läuferinnen und Läufer, um gemeinsam und entspannt zu joggen – ohne Verein, ohne feste Organisation, nur mit freiwilligen Helferinnen und Helfern, die die Planung übernehmen.1
Heute gibt es Park Runs in mehr als 20 Ländern weltweit. Die Strecken sind immer genau fünf Kilometer lang, das Tempo ist komplett egal – jede und jeder bestimmt selbst, wie schnell oder langsam es geht. Im Vordergrund steht die Gemeinschaft. Und die ist am Kemnader See offensichtlich richtig stark!1
Das zeigt auch diese Geschichte: Yui und Saiko Kogushi sind extra aus Tokio angereist, als sie von dem runden Jubiläum erfuhren. Kennengelernt haben sie die hiesigen Organisatoren – wie sollte es anders sein – bei einem Park Run in Tokio. Danach blieben sie in Kontakt, und zum 200. Lauf am Kemnader See war für die beiden klar: Da müssen wir dabei sein.1
Wie ist das in meinen Kalender gekommen? Egal, solche Geschichten machen den Park Run einfach besonders.1
Alle 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen ins Ziel – mit unterschiedlichen Zeiten, aber alle mit einem Lächeln im Gesicht. Roman Roy war nach den fünf Kilometern im Anzug komplett durchgeschwitzt: „Der Anzug macht es nochmal viel wärmer und anstrengender“, erzählte er, „aber Spaß hat es trotzdem gemacht.“ Sein Sohn Daniel Roy war ähnlicher Meinung – und riss sich im Ziel direkt das Hemd auf. Gut nachvollziehbar.1
Und was gab’s nach dem Lauf? Kein Champagner und keine Häppchen – dafür selbstgebackenen Kuchen und Kaffee. Vielleicht nicht ganz passend zur Abendgarderobe, aber ehrlich gesagt klingt das nach einem perfekten Abschluss für einen perfekten Samstagmorgen.1
Du willst beim nächsten Park Run am Kemnader See dabei sein? Einfach vorbeikommen – Anmeldung oder Vereinsmitgliedschaft brauchst du nicht. Ob mit Abendkleid oder Jogginghose bleibt natürlich dir überlassen. 😄1
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