Trickdiebe stehlen in Hamm Goldketten von älteren Menschen – mit einer perfiden Masche. Wir erklären, wie die Täter vorgehen und wie du dich schützt.
Die Polizei Hamm schlägt Alarm: Trickdiebe haben es gezielt auf ältere Menschen abgesehen – und ihre Masche ist perfide. Mit einem harmlosen Gespräch und vorgetäuschter Freundlichkeit klauen sie hochwertigen Schmuck, oft ohne dass die Opfer es sofort merken. Wenn du ältere Verwandte oder Nachbarn in NRW hast, lies unbedingt weiter – und leite diese Infos direkt weiter!1
Die Täter sprechen ihre Opfer meist aus einem Fahrzeug heraus an. Häufig fragen sie nach dem Weg zu einem Krankenhaus. Sobald die angesprochene Person hilft, versuchen die Täter, sich vermeintlich dankbar zu zeigen – mit Geld, einer Umarmung oder einer angeblichen Goldkette als Geschenk. Und genau dabei passiert es: Unbemerkt wird hochwertiger Schmuck vom Hals oder Handgelenk entwendet und teilweise durch wertlosen Modeschmuck ersetzt. Das Erschreckende: Die Opfer merken den Diebstahl oft erst zu Hause.1
Allein an einem einzigen Freitag gab es im Hammer Stadtgebiet gleich mehrere Fälle dieser Masche. Auf der Münsterstraße in Höhe des Kauflands sprach eine weibliche Tatverdächtige eine 50-Jährige an und fragte nach dem Weg zu einem Krankenhaus. Als die Frau das angebotene Geld ablehnte, stieg der Fahrer aus und versuchte, ihr eine Kette umzuhängen – während die Komplizin versuchte, ihr einen Goldarmreif zu stehlen. In diesem Fall hatten die Täter jedoch keinen Erfolg.1
Weniger glimpflich lief es für eine 83-Jährige auf der Schwabenstraße in Herringen. Die Seniorin bemerkte erst zu Hause, dass ihre rund 3.000 Euro teure Goldkette fehlte – stattdessen lag eine andere, wertlose Kette in ihrer Tasche.1
Noch dreister waren zwei Männer, die bereits gegen 15 Uhr in einem Altenheim an der Straße Sundern in Heessen auftraten. Sie versuchten, einer 86-jährigen Bewohnerin ihre Goldkette vom Hals zu reißen. Die Seniorin wehrte sich – und die Täter flüchteten.1
Die Tatverdächtigen beim Fall auf der Münsterstraße und der Schwabenstraße sollen mit einem schwarzen Audi oder BMW mit Essener Kennzeichen unterwegs gewesen sein. Laut Zeugenaussagen hatten sie ein südosteuropäisches Erscheinungsbild. Der männliche Tatverdächtige wird als etwa 40 Jahre alt, rund 1,80 Meter groß und von kräftiger Statur beschrieben – zur Tatzeit trug er einen schwarzen Pullover. Die beiden weiblichen Tatverdächtigen werden auf 30 bis 35 bzw. 50 bis 60 Jahre geschätzt, sind etwa 1,60 Meter groß, korpulent und trugen Kopftücher sowie bunte Röcke.1
Die beiden Männer aus dem Altenheim-Fall werden ebenfalls als südosteuropäisch beschrieben, zwischen 30 und 45 Jahre alt, 1,65 bis 1,75 Meter groß, mit kräftiger Statur und dunklen Haaren. Auffällig: Sie trugen zur Tatzeit schicke, weiße Kleidung.1
Wer Hinweise zu den Tatverdächtigen oder den Fahrzeugen geben kann, meldet sich bitte unter 02381 916-0 oder per E-Mail an hinweise.hamm@polizei.nrw.de. Bitte informiere auch ältere Menschen in deinem Umfeld über diese Masche – je mehr Leute Bescheid wissen, desto schwerer haben es die Täter!1
Wie erkenne ich die Goldketten-Masche?
Typischerweise werden Personen aus einem Fahrzeug heraus angesprochen, oft mit der Frage nach dem Weg zu einem Krankenhaus. Danach versuchen die Täter, sich durch Geld, Umarmungen oder Geschenke zu bedanken – und klauen dabei unbemerkt Schmuck.1
Wer ist besonders gefährdet?
Laut Polizei Hamm geraten insbesondere ältere Menschen ins Visier der Trickdiebe. Die bekannten Fälle betrafen Personen im Alter von 50 bis 86 Jahren.1
Was soll ich tun, wenn ich angesprochen werde?
Halte ausreichend Abstand zum Fahrzeug, lass dich nicht auf körperliche Nähe ein, lehne Geschenke ab und ruf im Zweifel sofort den Polizeinotruf 110 an.1
Wo kann ich Hinweise zu den Tätern melden?
Hinweise nimmt die Polizei Hamm unter der Telefonnummer 02381 916-0 oder per E-Mail an hinweise.hamm@polizei.nrw.de entgegen.1
Was mache ich, wenn mir Schmuck gestohlen wurde?
Erstattet sofort Anzeige bei der Polizei. Auch wenn der Diebstahl erst später bemerkt wird, ist eine Anzeige wichtig, um die Täter zu verfolgen und weitere Opfer zu schützen.1
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