Bei einer Kontrolle in Hamm deckte die Polizei 99 Verstöße beim Zweiradfahren auf – vor allem junge E-Scooter-Fahrende waren betroffen.
Wie sicher seid ihr eigentlich unterwegs, wenn ihr auf E-Scooter, Pedelec oder Fahrrad durch die Stadt flitzt? Eine aktuelle Kontrolle in Hamm zeigt: Bei vielen hapert’s gewaltig an den Regeln. Der Verkehrsdienst des Polizeipräsidiums Hamm hat am 14. Oktober von 9 bis 17 Uhr einen Schwerpunkteinsatz unter dem Motto „Zweiradfahren im Blick“ durchgeführt – und dabei richtig viel entdeckt1.
Die Einsatzkräfte waren in der Fußgängerzone, auf der Martin-Luther-Straße und besonders rund um das Beisenkamp-Gymnasium unterwegs. Das Ergebnis: satte 99 Verstöße innerhalb eines einzigen Tages1. Besonders auffällig dabei: junge E-Scooter-Fahrende waren überdurchschnittlich oft dabei, wenn’s um Regelbrüche ging1.
Was lief konkret schief? Die Liste liest sich wie ein Best-of der Zweirad-Sünden: Fahren auf der falschen Straßenseite, entgegen der Fahrtrichtung auf Gehwegen unterwegs sein oder gleich zu mehreren Personen auf einem einzigen Scooter stehen1. Die Beamtinnen und Beamten haben die Betroffenen direkt angesprochen und die Verstöße geahndet1.
Während die einen kontrolliert haben, waren andere Kolleginnen und Kollegen mit einem ganz anderen Ansatz unterwegs. Die Verkehrsunfallprävention hat auf Geh- und Radwegen sowie Parkstreifen Graffitis gesprüht, die auf die Gefahr von sogenannten Dooring-Unfällen aufmerksam machen1. Kurz erklärt: Dabei werden Radfahrende verletzt, weil jemand unachtsam eine Autotür öffnet – ein Klassiker im Stadtverkehr, der oft unterschätzt wird.
Zusätzlich war die Kriminalprävention vor Ort, hat Flyer verteilt und mit Bürgerinnen und Bürgern gesprochen. Thema hier: wie man sein Zweirad richtig gegen Diebstahl sichert1. Also auch mal ein guter Zeitpunkt, um checken, ob euer eigenes Schloss eigentlich noch zeitgemäß ist.
Christian Klasing vom Verkehrsdienst bringt’s auf den Punkt: „Gerade junge Verkehrsteilnehmende unterschätzen häufig die Risiken, die mit einem E-Scooter verbunden sind. Mit unseren Kontrollen und Gesprächen wollen wir ein Bewusstsein für sichere und regelkonforme Mobilität schaffen“1. Und das macht auch Sinn, wenn man sich die Zahlen anschaut – 99 Verstöße an einem einzigen Tag im Kontrollgebiet sprechen eine deutliche Sprache.
Ob E-Scooter, Pedelec oder klassisches Fahrrad: Die Botschaft ist klar. Wer sich nicht an die Verkehrsregeln hält, riskiert nicht nur ein Bußgeld, sondern auch die eigene Sicherheit und die von anderen. Die Polizei hat bereits angekündigt, dass solche Kontrollen und Präventionsaktionen zum Thema Zweiradsicherheit auch künftig regelmäßig stattfinden sollen1. Also: Augen auf beim nächsten Trip durch die Stadt – nicht nur wegen der Knolle, sondern weil’s am Ende um eure Sicherheit geht.
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