Verkehrskontrolle in Oberbilk endet mit Waffenfund: Schreckschusswaffe, Messer und mehr in VW Tiguan entdeckt – jetzt läuft eine Strafanzeige.
Manchmal beginnt alles ganz normal – und dann eskaliert’s komplett. Genau das ist jetzt in Oberbilk passiert. Die Zivilkräfte des Verkehrsdienstes waren am Worringer Platz/Kölner Straße unterwegs, als ihnen ein VW Tiguan auffiel, der einfach mal rechtswidrig abgebogen ist. Klarer Fall für eine Kontrolle, dachten sich die Beamten.1
Angehalten wurde der Wagen dann in der Markenstraße. An Bord: drei junge Männer aus Düsseldorf, 20, 19 und 21 Jahre alt. Zwei von ihnen waren der Polizei schon vorher kein unbeschriebenes Blatt mehr.1
Schon beim ersten Check wurde klar: Hier stimmt was nicht. Die Beamten entdeckten diverse Anbauteile am Fahrzeug – und unter der Motorhaube sogar betriebsbereite Lautsprecher einer Sondersignalanlage, also ein Martinshorn. Der Verdacht lag nahe, dass hier auch ein Blaulicht verbaut sein könnte. Mit dem Einverständnis des Fahrers wurde deshalb direkt weiter durchsucht.1
In der Mittelkonsole wurde die Polizei dann richtig fündig: eine griffbereite PTB-Waffe, also eine Schreckschusswaffe. Das hat gereicht, um eine richterliche Anordnung für die komplette Durchsuchung des Fahrzeugs zu bekommen.1
Was dann zum Vorschein kam, liest sich wie eine Einkaufsliste für alles, was man eigentlich nicht im Auto haben sollte: ein Einhandmesser, passende Munition für die Schreckschusswaffe, ein Rauchtopf mit Pyrotechnik, ein Cuttermesser, Signalmunition, ein Aluminiumbaseballschläger sowie Sturmhauben und Handschuhe mit Knöchelschutz.1
Das Krasse daran: Keiner der drei konnte einen kleinen Waffenschein vorweisen. Und auf die Frage, woher die ganzen Sachen kommen oder warum man sowas überhaupt mit sich rumfährt, gab’s von niemandem im Trio eine glaubwürdige Antwort.1
Die Polizei hat kurzen Prozess gemacht: Alle gefundenen Gegenstände wurden beschlagnahmt, und es gab eine Strafanzeige wegen des Verdachts auf einen Verstoß gegen das Waffengesetz. Die Ermittlungen dazu laufen aktuell noch.1
Dieser Fall zeigt mal wieder, dass eine simple Verkehrskontrolle ordentlich was ans Licht bringen kann. Von wegen „normaler Autofahrt“ – hier war offenbar einiges im Busch. Gut, dass die Zivilkräfte des Verkehrsdienstes so aufmerksam waren und konsequent durchgegriffen haben.
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