Nach dem Drittliga-Spiel zwischen Alemannia Aachen und Hansa Rostock zieht die Polizei Bilanz: Brände in Toiletten, Ermittlungen und schon wieder Ärger mit…
Das Drittliga-Spiel zwischen Alemannia Aachen und Hansa Rostock am Samstag, den 17. Oktober 2026, im Tivoli ist alles andere als ruhig zu Ende gegangen. Alemannia gewann die Partie mit 2:0, doch statt sportlicher Nachbetrachtung stand danach wieder mal der Ärger mit einigen mitgereisten Rostock-Fans im Mittelpunkt. Die Polizei Aachen hat jetzt ihre Bilanz gezogen – und die liest sich leider wieder nach einem bekannten Muster.
Schon während des Spiels und in der Halbzeitpause gingen laut Polizei drei Meldungen über Brandgeschehen in den Sanitäranlagen im Gästebereich ein. Die kleineren Feuer konnten vom Sicherheitsdienst und der Feuerwehr schnell gelöscht werden, anschließend wurden die Toiletten gelüftet. Wie der Polizeibericht zeigt, hat das Ganze aber ein juristisches Nachspiel: Es wurden drei Strafverfahren wegen versuchter Brandstiftung eingeleitet. Wie liga3-online.de berichtet, ließen einige der rund 2.000 mitgereisten Hansa-Fans offenbar ihren Frust über die Niederlage an den Sanitäranlagen aus.
Auch nach dem Schlusspfiff war noch nicht Schluss mit dem Ärger. Im Umlauf des Stadions kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen Ordnungskräften und Hansa-Fans. Dabei soll es laut Polizei auch zu einem versuchten Angriff auf Polizeibeamte gekommen sein, die sich außerhalb des Stadions aufhielten. Ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes wurde dabei nach ersten Informationen leicht verletzt.
Die Polizei leitete daraufhin Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruchs und einfacher Körperverletzung ein. Immerhin ein kleiner Erfolg für die Ermittler: Die drei tatverdächtigen Personen konnten noch während ihrer Abreise identifiziert werden.
Für Alemannia-Fans und Verein dürfte das Ganze ein bitteres Déjà-vu gewesen sein. Wie wir bereits in einem früheren Beitrag berichtet hatten, ist das nicht das erste Mal, dass Hansa-Fans beim Gastspiel am Tivoli für Randale sorgen. Bereits im März 2025 hatten Fans der Kogge laut liga3-online.de auf dem Tivoli randaliert, dabei 700 Sitzschalen zerstört und die Sanitäranlagen demoliert. Der Schaden belief sich damals auf rund 50.000 Euro.
Ob und welche Konsequenzen die neuerlichen Vorfälle für künftige Gästekontingente bei Spielen gegen Hansa Rostock haben werden, ist bislang nicht bekannt. Die eingeleiteten Ermittlungsverfahren laufen jedenfalls weiter.
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