Kölner Gründer bringen mit „Kölsche Koks“ einen Espresso-Martini-Shot in die „Höhle der Löwen“ und fordern 600.000 Euro für zehn Prozent ihrer Firma.
Espresso Martini, aber ohne Shaker, Espressomaschine und stundenlanges Rumgefummel – genau das verspricht „Kölsche Koks“. Nicolas Lutz und Maximilian Koeser aus Köln stellen ihr Getränk am Montag, 19. Oktober, in der VOX-Show „Die Höhle der Löwen“ vor. Wie gruenderfreunde.de berichtet, lief die Folge bereits seit dem 12. Oktober vorab bei RTL+. Die beiden fordern 600.000 Euro für zehn Prozent ihrer Firma, das entspricht einer Bewertung von sechs Millionen Euro und ist laut gruenderfreunde.de die höchste Forderung des Abends.
Kölsche Koks ist ein Kaffeelikör mit 15 Prozent Alkohol, der den klassischen Espresso-Martini-Cocktail trinkfertig aus der Flasche liefert. Schütteln, einschenken, fertig – so beschreibt es gruenderfreunde.de. Angeboten wird das Getränk in zwei Formaten: als 0,7-Liter-Flasche für zu Hause oder die Bartheke sowie als sogenannte Klopfer, 16 kleine Fläschchen zu je 20 Millilitern für unterwegs. Beide Varianten enthalten laut Hersteller Arabica-Kaffee und sind vegan sowie glutenfrei.
Die Idee entstand in der eigenen Gastronomie. Lutz und Koeser betreiben nach Angaben der Kölner Stadt-Anzeiger die Lokale Zappes an der Roonstraße, im Bürgerhaus Stollwerck sowie das Café Fleur. Der Espresso Martini sei dort einer der beliebtesten Drinks gewesen, aber eben auch aufwendig in der Zubereitung. Espresso zubereiten, abkühlen lassen, Zutaten kombinieren, shaken und servieren – bei mehreren Hundert Drinks pro Abend werde das schnell zur Herausforderung, schreiben die Gründer laut dem Bericht des Kölner Stadt-Anzeigers. Nach Angaben von gruenderfreunde.de dauerte die Entwicklung des fertigen Premixes mehr als ein Jahr.
Hinter dem Produkt steht die Kölsche Koks GmbH mit Sitz in der Kölner Engelbertstraße, eingetragen im Handelsregister Köln. Vertretungsberechtigter Gesellschafter ist Nicolas Lutz. Beteiligt ist zudem der in Köln lebende Unternehmer Wilke Stroman, bekannt durch „Sparhandy“, der laut Kölner Stadt-Anzeiger mehrere Start-up-Beteiligungen hält und inzwischen auch alleiniger Betreiber der Bar Rosa am Brüsseler Platz ist.
Im Frühjahr 2026 kam eine zweite Sorte hinzu: der Pornstar Martini mit Passionsfrucht und Bourbon-Vanille. Laut Kölner Stadt-Anzeiger nutzten die Gründer die Ausstrahlung der Sendung gezielt dafür, das neue Getränk zu lancieren. Aus einem einzelnen Produkt ist damit eine kleine Markenfamilie geworden.
Für ein junges Getränke-Startup liefern die Gründer ungewöhnlich konkrete Zahlen. Sowohl gruenderfreunde.de als auch der Kölner Stadt-Anzeiger berichten übereinstimmend von mehr als einer Million Euro Umsatz in den vergangenen zwölf Monaten. Nach eigenen Unternehmensangaben führen inzwischen über 500 Gastronomien und Händler das Produkt, nach mehr als zwei Jahren Vertriebsarbeit, wie gruenderfreunde.de schreibt.
Verkauft wird unter anderem über den eigenen Onlineshop sowie über Gastronomie und Handel. Die 0,7-Liter-Flasche kostet dort laut gruenderfreunde.de 19,99 Euro, die Klopfer-Packung mit 16 kleinen Fläschchen 15,99 Euro. Für den Pornstar Martini werden 21,99 Euro fällig, ein Bundle aus beiden Sorten kostet 37,99 Euro. Diese Preise standen Stand Oktober 2026 im Shop.
Mit ihrem Auftritt in der Höhle wollen Lutz und Koeser laut Kölner Stadt-Anzeiger herausfinden, ob ihr in Flaschen abgefüllter Trend-Drink auch über die Domstadt hinaus ankommt. Konkret soll das Investment dabei helfen, Kölsche Koks künftig auch in Clubs und Bars anderer Städte auszuschenken. Ob einer der Investoren bei der geforderten Bewertung von sechs Millionen Euro einsteigt, war zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch offen.
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