Dooring-Unfall in Langenfeld: 74-jährige Radfahrerin durch geöffnete Autotür schwer verletzt. So schützt der Holländische Griff Radfahrer vor solchen Unfällen.
Am Donnerstagmorgen hat es in Langenfeld richtig böse gekracht – naja, eigentlich eher geknallt, aber mit fiesen Folgen. Eine 74-jährige Radfahrerin aus Langenfeld ist bei einem sogenannten „Dooring“-Unfall schwer verletzt worden.1 Klingt kompliziert, ist aber schnell erklärt: Jemand öffnet die Autotür, ohne richtig zu gucken, und schon kracht’s.
Gegen 9:10 Uhr parkte eine 57-jährige Frau aus Leverkusen mit ihrem KIA am rechten Fahrbahnrand der Blumenstraße Berghausen, Höhe Hausnummer 22.1 Sie hat zwar noch in den Außenspiegel geschaut, bevor sie ausgestiegen ist – aber die Seniorin auf ihrem Fahrrad hat sie dabei offenbar einfach nicht gesehen.1
Die 74-Jährige war mit ihrem Rad über die Blumenstraße in Richtung Brandsackerstraße unterwegs und genau in dem Moment an dem geparkten Auto vorbei, als die Fahrertür aufging.1 Sie knallte mit ihrem Rad gegen die Tür und stürzte. Dabei hat sie sich schwer am Bein verletzt.1 Ein Rettungswagen hat die Seniorin dann zur stationären Behandlung ins Krankenhaus gebracht.1
Die Polizei nimmt den Fall zum Anlass, nochmal richtig deutlich auf die Gefahr durch unachtsam geöffnete Autotüren hinzuweisen.1 Und ganz ehrlich – das ist auch bitter nötig, denn solche Unfälle passieren immer wieder.1 Wer aus einem am Straßenrand geparkten Auto aussteigt, sollte sich deshalb IMMER mit einem Schulterblick vergewissern, dass gerade kein Fahrrad vorbeikommt.1
Ein super simpler Trick dabei: der sogenannte „Holländische Griff“.1 Dabei öffnest du die Autotür einfach mit der Hand, die weiter von der Tür entfernt ist – also als Fahrer mit der rechten Hand. Der Clou dabei: Dein Oberkörper dreht sich dadurch automatisch nach hinten, und du siehst viel eher, ob gerade jemand mit dem Rad vorbeikommt.1 Klingt nach Kleinigkeit, kann aber echt Leben retten – oder zumindest schwere Verletzungen verhindern.
Der Unfall in Langenfeld zeigt mal wieder, wie schnell aus einer kurzen Unachtsamkeit eine ernste Sache werden kann. Ein kurzer Blick über die Schulter kostet nicht mal zwei Sekunden – kann aber den Unterschied machen, ob jemand sicher nach Hause kommt oder im Krankenhaus landet. Also: Beim nächsten Aussteigen kurz checken, ob die Luft rein ist. Dein zukünftiges Ich (und vielleicht auch jemand anderes) wird es dir danken.
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