Falsche Microsoft-Warnung: Betrüger wollten bei einer Oberhausenerin eine Überweisung per TAN freigeben lassen.
Stellt euch vor, ihr sitzt entspannt am Notebook und plötzlich poppt eine Warnung auf, die aussieht, als käme sie direkt von Microsoft. Genau das ist einer 71-jährigen Frau aus Oberhausen am Donnerstagabend passiert.1 Sie klickte auf „Weiter“ – und schon reagierte der Rechner nicht mehr richtig. Auf dem Bildschirm stand plötzlich, sie solle eine Telefonnummer anrufen, damit ihr PC wieder geschützt wird.1
Klingt erstmal harmlos, ist aber eine fiese Betrugsmasche. Die Seniorin und ihr Mann bekamen tatsächlich einen Rückruf. Am Telefon verschafften sich die Betrüger dann Fernzugriff auf den Computer und öffneten einfach das Online-Banking.1 Plötzlich stand ein fertiger Überweisungsauftrag da – die Täter wollten, dass die Frau die Zahlung per TAN freigibt. Angeblich, damit der Laptop wieder funktioniert.1
Die gute Nachricht: Die Oberhausenerin wurde misstrauisch und hat die Überweisung nicht bestätigt. Ihr Ehemann hat kurzerhand den Laptop ausgeschaltet.1 Danach haben die beiden sofort gehandelt – die Zugangsdaten zum Online-Banking wurden zurückgesetzt und ein Konto wurde vorsichtshalber gesperrt.1 Nach aktuellem Stand ist kein finanzieller Schaden entstanden.1 Glück gehabt, könnte man sagen – aber eigentlich war’s vor allem gesunder Menschenverstand im entscheidenden Moment.
Die Polizei Oberhausen warnt ausdrücklich vor dieser bekannten Betrugsmasche und hat ein paar wichtige Tipps parat, die ihr euch merken solltet:1
Diese Masche mit der angeblichen Microsoft-Warnung taucht immer wieder auf – meistens zielen die Betrüger auf ältere Menschen ab, die mit solchen Pop-ups nicht so vertraut sind. Deshalb: Sprecht auch mit euren Eltern oder Großeltern darüber, damit die im Ernstfall genauso cool reagieren wie die Oberhausenerin und ihr Mann.
Der Fall aus Oberhausen zeigt, wie wichtig es ist, bei solchen Pop-up-Warnungen misstrauisch zu bleiben. Kein seriöses Unternehmen verlangt von euch, eine Hotline anzurufen oder TANs am Telefon preiszugeben. Wenn ihr so eine Nachricht seht: Ruhe bewahren, nicht anrufen und im Zweifel direkt die Polizei informieren. So bleibt euer Geld da, wo es hingehört – nämlich auf eurem Konto.
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