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Fake-Mails vom Finanzamt: So erkennst du die miese Steuer-Betrugsmasche
23. Oktober 2026

LKA NRW warnt vor über 570 gefälschten Steuer-Mails: So erkennst du die miese Betrugsmasche und schützt dich vor Zahlungsaufforderungen von Fake-Behörden.

Achtung, Postfach-Checker: Diese Mail solltest du nicht öffnen

Flattert gerade eine Mail vom Bundeszentralamt für Steuern in dein Postfach und du denkst dir „Wie ist das in meinen Warenkorb gekommen?“ – stopp! Das LKA NRW schlägt gerade richtig Alarm. Kriminelle verschicken massenhaft gefälschte Zahlungsaufforderungen und tun dabei so, als wären sie das Bundeszentralamt für Steuern. Klingt erstmal harmlos, ist aber richtig fies gemacht.1

Mehr als 570 Fälle – und es werden nicht weniger

Das LKA NRW hat sich die Sache mal genauer angeschaut und für den Zeitraum 2025 bis Ende September 2026 sage und schreibe mehr als 570 vollendete und versuchte Taten mit dieser Masche gezählt. Und das Fiese daran: Anzeigen gingen in fast allen Kreispolizeibehörden in NRW ein, das Problem betrifft also nicht nur eine Stadt oder Region, sondern eigentlich ganz NRW.1

So tricksen die Betrüger dich aus

Die Täter klauen dreist das Logo und den Namen des Bundeszentralamtes für Steuern und packen das Ganze in professionell wirkende E-Mails mit PDF-Anhang. Als Betreff liest du dann sowas wie „Zahlungserinnerung im Ordnungsgeldverfahren wegen unterlassener Offenlegung von Umsatzzahlen für das Geschäftsjahr 2023“ oder „Verspätungszuschlag für eine fehlende Steuererklärung“. Klingt erstmal amtlich und einschüchternd, oder? Genau das ist der Plan. Die geforderten Summen liegen meistens im dreistelligen Euro-Bereich.1

Seit Ende August 2026 gibt’s außerdem eine neue Variante: Hier wird mit einem angeblichen Pfändungsbeschluss Druck gemacht. Andere Mails wollen, dass du deine Steuer-Identifikationsnummer rausrückst oder deine Bankdaten bestätigst – angeblich wegen einer Steuererstattung oder einer IBAN- bzw. Kryptosteuerprüfung. Und dann gibt’s noch die Masche mit dem fetten Lottogewinn von 765.000 Euro, für den angeblich erstmal eine Steuerschuld beglichen werden muss. Hier reden wir schon über vierstellige Summen, die gefordert werden.1

So schützt du dich vor der Abzocke

Damit du nicht in die Falle tappst, hat das LKA NRW ein paar klare Ansagen für dich:

  • Zahl niemals ungeprüft – lass dich nicht von angeblichen Pfändungen oder Drohungen stressen
  • Öffne keine verdächtigen Anhänge und klick auf keine unbekannten Links – PDFs können dich auf fiese Fake-Seiten lotsen
  • Gib niemals sensible Daten wie Steuer-ID, Bankdaten oder Kryptodaten raus, nur weil dich eine unaufgeforderte Mail dazu auffordert
  • Check die Echtheit der Nachricht über unabhängig recherchierte, offizielle Kontaktdaten
  • Hast du einen Betrugsverdacht? Ab zur Polizei und Anzeige erstatten
  • Schon Geld überwiesen? Dann sofort deine Bank kontaktieren

Auch das Bundeszentralamt für Steuern selbst warnt auf seiner Website ausdrücklich vor solchen betrügerischen Mails und unberechtigten Zahlungsaufforderungen in seinem Namen.1

Fazit: Augen auf im Postfach-Dschungel

Eine E-Mail mit offiziellem Logo sieht erstmal glaubwürdig aus – ist sie aber nicht automatisch. Lass dich nicht unter Zeitdruck setzen, egal wie dringend die Nachricht klingt. Im Zweifel lieber einmal mehr nachchecken, bevor du Geld überweist oder Daten rausgibst. Safety first, auch beim Checken deiner Mails.

Quellen

  1. LKA NRW warnt vor Betrugsversuchen im Namen des Bundeszentralamtes für Steuern


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