Nächtlicher Großeinsatz in Gladbeck: Metall brannte in einer Industriehalle, 87 Einsatzkräfte mit 37 Fahrzeugen waren vor Ort im Einsatz.
Mitten in der Nacht hieß es für die Feuerwehr Gladbeck: ran an die Einsatzklamotten! Am Sonntagmorgen, den 25. Oktober 2026, schrillten um 01:58 Uhr die Alarme, weil an der Stollenstraße eine Brandmeldeanlage angeschlagen hatte.1 Vor Ort bestätigte sich dann auch schnell, was die Technik gemeldet hatte: In einer Halle brannten Metalle.1
Wer jetzt denkt „ist doch nur Metall, das brennt nicht so leicht“ – weit gefehlt. Metallbrände gehören zu den kniffligsten Einsätzen überhaupt, denn mit normalem Wasser kommt man da nicht weit. Es braucht spezielle Löschmittel, die genau auf solche Brände abgestimmt sind.1 Deswegen mussten die Einsatzkräfte vor Ort erstmal Nachschub ordern: mehr Personal und die passenden Löschmittel.1
Damit sich das Feuer nicht auf die komplette Halle oder das gesamte Gelände ausbreitet, haben die Einsatzkräfte mehrere Riegelstellungen aufgebaut. Parallel dazu wurde die Bevölkerung über die Warn-App NINA informiert, damit alle in der Umgebung Bescheid wissen.1
Bei einem Metallbrand steht natürlich auch die Frage im Raum, ob gefährliche Stoffe in die Luft gelangen. Deswegen war auch der Messzug des Kreises Recklinghausen vor Ort und hat die Luft gecheckt. Das Ergebnis: Entwarnung, es wurden keine Schadstoffe festgestellt.1
Richtig spannend wurde es im weiteren Einsatzverlauf: Damit das brennende Metall besser und sicherer gelöscht werden konnte, kam ein Bagger des Technischen Hilfswerks zum Einsatz. Damit wurde das Metall aus der Halle nach draußen transportiert und dort gezielt mit dem Speziallöschmittel abgelöscht.1 Clevere Lösung für ein kniffliges Problem!
Bei so einem Einsatz zeigt sich mal wieder, wie wichtig Zusammenhalt ist. Die Feuerwehr Gladbeck bekam Unterstützung von ordentlich vielen Seiten: das Technische Hilfswerk, die Werkfeuerwehr des Chemieparks Marl, die Feuerwehren aus Marl und Recklinghausen, die Berufsfeuerwehren Herten und Duisburg sowie das Ingenieuramt der Stadt Gladbeck waren mit dabei.1 Insgesamt standen 87 Einsatzkräfte mit 37 Fahrzeugen im Einsatz.1
Und damit auch der Rest der Stadt nicht ohne Feuerwehrschutz dasteht, hat die Freiwillige Feuerwehr währenddessen den Grundschutz für das komplette Stadtgebiet sichergestellt.1 Der ganze Einsatz zog sich bis in die Morgenstunden hinein.1
Ein Metallbrand ist definitiv kein Standardeinsatz – und genau deswegen war hier so viel Manpower und Spezialtechnik gefragt. Dank des schnellen und koordinierten Einsatzes aller beteiligten Kräfte konnte eine größere Ausbreitung verhindert werden. Glück im Unglück: Schadstoffe wurden keine gemessen, die Lage blieb also unter Kontrolle.
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