Einbruchswelle im Hochsauerlandkreis: Betroffen waren Häuser, eine Grundschule und sogar die Feuerwache. Die Polizei gibt Tipps zum Einbruchschutz.
Im Hochsauerlandkreis waren Einbrecher zuletzt ziemlich aktiv. Wie die Polizei NRW meldet, kam es allein rund um den 26. Oktober 2026 zu einer ganzen Reihe von Einbrüchen – in Schmallenberg, Arnsberg, Sundern und Olsberg. Von Einfamilienhäusern über eine Grundschule bis hin zur Feuerwache war einiges dabei.
In Schmallenberg stiegen Unbekannte in ein Einfamilienhaus an der Kolpingstraße ein. Laut Polizei NRW zerstörten die Täter zunächst einen Bewegungsmelder, schlugen dann ein Kellerfenster ein und durchsuchten anschließend mehrere Räume im Haus.
Auch in Arnsberg gab es gleich zwei Fälle. An der Eichholzstraße brachen Unbekannte in ein leerstehendes Einfamilienhaus ein, lösten ein Fenster komplett aus dem Rahmen und hebelten sogar einen Tresor aus der Wand. An der Karl-Bender-Straße schlugen Täter tagsüber zu – zwischen 7:45 und etwa 12:30 Uhr verschafften sie sich über eine Terrassentür Zutritt. Eine Zeugin beobachtete dabei drei augenscheinlich minderjährige Personen in der Nähe sowie einen weißen Mercedes Sprinter, der möglicherweise ein Kennzeichen aus dem Märkischen Kreis trug. Die Polizei sucht dazu weiterhin Zeugen.
Wie die Sauerland App unter Berufung auf die Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis berichtet, gab es bereits am Wochenende zuvor zwei weitere Einbrüche in Arnsberg: In Niedereimer, Straße „Zum Handweiser“, drangen Unbekannte zwischen Freitagnachmittag und Samstagmittag in ein Wohnhaus ein, im Joseph-Schmidt-Weg in Hüsten verschafften sich Täter samstags zwischen 11 und 21:15 Uhr gewaltsam Zutritt. In beiden Fällen entkamen die Täter unerkannt mit Diebesgut.
Besonders ungewöhnlich war der Einbruch in eine Grundschule an der Grünewaldstraße in Sundern. Dort wurde laut Polizei NRW ein Schlüsseltresor an der Außenfassade aufgebrochen und ein Generalschlüssel der Schule gestohlen. Im Gebäude wurden außerdem eine Bürotür eingeschlagen und das Lehrerzimmer durchsucht.
Noch dreister war der Einbruch in die Feuerwache an der Settmeckestraße, ebenfalls in Sundern: Die Täter schlugen ein Fenster am Rolltor ein, gelangten so in die Fahrzeughalle und entwendeten aus einem Einsatzfahrzeug ein hydraulisches Spreizgerät sowie eine Rettungsschere.
In Olsberg wurde am Bahnhofstraßen-Bildungszentrum eine Bürotür aufgehebelt. Eine Reinigungskraft entdeckte den Einbruch am Montagmorgen. In dem betroffenen Büro befanden sich nach Zeugenangaben unter anderem zwei Geldkassetten, ob etwas entwendet wurde, stand zunächst nicht fest.
Die Polizeiwachen in Schmallenberg, Arnsberg, Sundern und Brilon bitten jeweils um Hinweise von Zeugen, die in den betroffenen Bereichen verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben.
Dass gerade jetzt vermehrt eingebrochen wird, hat System. Wie Radio Sauerland berichtet, steigt im Herbst und Winter durch die früh einsetzende Dämmerung das Risiko für Wohnungseinbrüche deutlich. Im Jahr 2025 wurde im Hochsauerlandkreis ein Einbruch mehr registriert als im Vorjahr, dabei blieb es in 47,40 Prozent der Fälle beim Versuch. Schwerpunkt der Einbrüche war laut Polizei weiterhin Arnsberg – wegen der Nähe zu Ballungsräumen und der guten Autobahnanbindung.
Die gute Nachricht: Mit einer Aufklärungsquote von 61 Prozent liegt der HSK laut Radio Sauerland weit über dem NRW-Durchschnitt von knapp 11 Prozent. Deniz Özkan, Leiter der Direktion Kriminalität, erklärte dazu, dass die dunkle Jahreszeit Einbrechern zusätzliche Gelegenheiten biete und die Polizei auf verstärkte Präsenz und gezielte Beratung setze.
Die Polizei rät, Haus- und Wohnungstüren beim Verlassen immer abzuschließen und Fenster sowie Terrassentüren komplett zu schließen – gekippte Fenster bieten keinen Schutz. Auch bei kurzer Abwesenheit solltest du keine unnötigen Gelegenheiten für Täter schaffen. Zusätzlich empfiehlt sich, Fenster und Türen auf Einbruchhemmung prüfen und bei Bedarf nachrüsten zu lassen. Beleuchtung und eine aufmerksame Nachbarschaft können ebenfalls helfen, Täter frühzeitig zu entdecken.
Die Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis bietet über das Kriminalkommissariat Prävention und Opferschutz kostenlose und neutrale Beratung zum Einbruchschutz an – sowohl vor Ort als auch in der Beratungsstelle. Wer verdächtige Beobachtungen macht, sollte diese zeitnah der Polizei melden.
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