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1.500 Menschen bei Gen-Z-Demo in Aachen: So lief die Versammlung am Elisenbrunnen
31. Oktober 2026

1.500 Menschen demonstrierten in Aachen für eine bessere Zukunft – NRW-weit gingen bei den Gen-Z-Protesten Tausende auf die Straße, in Köln eskalierte es.

Gen Z geht in Aachen auf die Straße

Samstag, 31. Oktober, war in Aachen richtig was los: Rund 1.500 Menschen haben sich unter dem Motto „Gen Z demonstriert für eine bessere Zukunft“ versammelt. Wie die Polizei Aachen mitteilt, startete alles um 14 Uhr mit einer Auftaktkundgebung am Elisenbrunnen. Danach ging’s im Aufzug weiter durch die Innenstadt: über Peterstraße, Blondelstraße, Stiftstraße, Heinrichsallee und Adalbertsteinweg bis zur Elsassstraße und zum Elsassplatz. Den Abschluss bildete eine Kundgebung im Kennedypark.

Laut Polizei Aachen wurde die Versammlungsfreiheit der Teilnehmenden geschützt, der Einsatz lief größtenteils ruhig ab. Vereinzelt wurde aus der Menge heraus Pyrotechnik gezündet – eine Person musste deshalb zur Identitätsfeststellung mit, ihr droht jetzt eine Ordnungswidrigkeitenanzeige. Gegen eine weitere Person gibt’s eine Strafanzeige nach Paragraf 86a StGB, weil der Verdacht besteht, dass dort Kennzeichen einer verfassungswidrigen Organisation gezeigt wurden. Entlang der Aufzugsstrecke kam’s zeitweise zu Verkehrsbeeinträchtigungen, die Polizei hat aber entsprechende Maßnahmen getroffen, um das so gering wie möglich zu halten.

NRW-weit auf den Straßen: Von friedlich bis eskaliert

Aachen war an diesem Samstag nicht die einzige Stadt, in der die Gen Z für ihre Themen demonstriert hat. Laut lokalklick.eu gingen bundesweit – und eben auch in mehreren NRW-Städten – Menschen unter dem Motto „Gen Z regelt“ auf die Straße. Die Forderungen: mehr Bildungsgerechtigkeit, bezahlbares Leben, echter Klimaschutz und ein kritischer Blick auf Wehrpflicht-Debatten und Militarisierung.

In Wuppertal verlief laut Polizei alles friedlich: Rund 500 Menschen zogen vom Alten Markt zum Bahnhofsvorplatz, wo eine Abschlusskundgebung stattfand. Auch in Essen war mit rund 3.500 Teilnehmenden einiges los, die Versammlung lief laut Polizei größtenteils störungsfrei, auch wenn es fünf Fälle von gezündeter Pyrotechnik und drei Strafanzeigen wegen Beleidigung gab. In Duisburg blieb die Beteiligung mit rund 100 Personen am Rathaus Hamborn deutlich kleiner, nach Angaben des WDR verlief der Zug ohne größere Zwischenfälle.

Deutlich angespannter war die Lage laut lokalklick.eu in Bonn: Dort versammelten sich zunächst rund 500 Menschen im Hofgarten, später kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei, inklusive Faustschlägen gegen Einsatzkräfte und einem verletzten Polizeibeamten. Die Versammlung wurde schließlich aufgelöst. In Düsseldorf führte der Protestzug über die Königsallee, laut WDR wurde später Pyrotechnik gezündet und ein Leuchtkörper in Richtung Polizei geworfen.

Köln als Brennpunkt des Tages

Am heftigsten eskalierte die Lage laut lokalklick.eu in Köln. Dort hatten die Veranstalter im Vorfeld mit rund 15.000 Teilnehmenden gerechnet, die Kundgebung zum Thema Bildung, Wehrpflicht und bezahlbares Leben startete gegen 14.15 Uhr am Konrad-Adenauer-Ufer. Weil sich Teilnehmende vermummten und Pyrotechnik zündeten, fiel der eigentlich geplante Aufzug aus. Nach dem offiziellen Ende der Kundgebung gegen 16 Uhr kam es zu Angriffen auf Einsatzkräfte, die Polizei setzte Wasserwerfer ein. Mehrere hundert Personen wurden im Bereich Thürmchenswall kontrolliert, ein Polizeibeamter erlitt eine Handverletzung. Bis zum Stand der Mitteilung um 20.30 Uhr kam es laut Polizei aber weder zu Plünderungen noch zu größeren Sachbeschädigungen.

In Dortmund dagegen versammelten sich bis zu 700 Menschen unter dem Motto „GenZ erhebt sich“ auf dem Friedensplatz – laut Polizei verlief die Kundgebung weitgehend friedlich.

Fazit: Aachen blieb vergleichsweise ruhig

Im Vergleich zu Köln oder Bonn ist die Versammlung in Aachen mit rund 1.500 Teilnehmenden nach Angaben der Polizei Aachen vergleichsweise ruhig über die Bühne gegangen. Trotzdem gab’s auch hier kleinere Zwischenfälle mit Pyrotechnik und den entsprechenden Anzeigen. Parallel dazu hatte die Polizei Aachen noch ein Auge auf eine Halloween-Rave-Party auf dem ehemaligen Militärgelände Camp Hitfeld, zu der sich schon am frühen Morgen mehrere hundert Menschen mit Wohnmobilen und Autos eingefunden hatten.

Quellen


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