Graffiti-Sachbeschädigung in Gummersbach: Videoüberwachung überführt drei junge Tatverdächtige, bei einer wird sogar die Spraydose gefunden.
Nachts schnell ein bisschen sprühen und keiner merkt’s? Von wegen! In Gummersbach ist eine Graffiti-Aktion ordentlich nach hinten losgegangen. Am Samstagabend, gegen 21:34 Uhr, wurde der Polizei eine Sachbeschädigung an einem Firmengebäude in der Gustav-Adolf-Straße gemeldet.1
Was die mutmaßlichen Sprüher:innen nicht auf dem Schirm hatten: eine Videoüberwachungskamera. Auf den Aufnahmen waren ganze sechs Personen zu erkennen, die offenbar an der Aktion beteiligt waren.1 Kein Wunder also, dass die Polizei direkt eine Nahbereichsfahndung gestartet hat, um die Verdächtigen aufzuspüren.
Und siehe da: Drei von ihnen konnten noch in der Nähe des Tatorts festgestellt werden. Die Rede ist von einem 13-jährigen Mädchen aus Gummersbach, einer 14-Jährigen aus Reichshof und einer weiteren 13-Jährigen aus Wiehl.1 Richtig gelesen – alle drei sind noch ziemlich jung.
Besonders pikant: Bei der 14-Jährigen fanden die Beamten eine Lack-Spraydose in der Tasche – quasi das Tatwerkzeug direkt am Körper.1 Da hilft auch kein Leugnen mehr. Die Polizei nahm die Personalien der drei Mädchen auf und informierte anschließend die Eltern.1
Ob und wie es strafrechtlich weitergeht, ist aktuell noch offen. Klar ist aber: Sachbeschädigung durch Graffiti ist kein Kavaliersdelikt, sondern kann ganz schön teuer werden – vor allem, wenn man erwischt wird. Und wie dieser Fall zeigt, lohnt es sich für die Polizei definitiv, auch bei vermeintlich kleinen Delikten genau hinzuschauen.
Für alle, die sich kreativ austoben wollen: Legale Graffiti-Flächen gibt’s in vielen Städten in NRW – da kann man sprühen, ohne am nächsten Tag Besuch von der Polizei zu bekommen.
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