Ein brennender Karton löste in Paderborn-Elsen einen Großeinsatz mit 55 Kräften aus. Dank schnellem Handeln der Mieterin blieb größerer Schaden aus.
Am frühen Abend war in Paderborn-Elsen richtig was los: Die Feuerwehr Paderborn wurde um 16:24 Uhr zu einem gemeldeten Wohnungsbrand in der Sander Straße gerufen.1 Das Ganze passierte mitten im feierabendlichen Berufsverkehr und sorgte dementsprechend für ordentlich Trubel auf den Straßen.1
Erste Anrufer meldeten, dass gleich zwei Zimmer einer Wohnung in Vollbrand stehen würden. Kein Wunder also, dass die Leitstelle direkt die ganz große Nummer gefahren hat: Beide hauptamtlichen Feuer- und Rettungswachen, die ehrenamtlichen Einheiten aus Elsen und Sande sowie der Rettungsdienst wurden alarmiert.1
Als die ersten Kräfte ankamen, qualmte es bereits aus einem Fenster im ersten Obergeschoss. Zwei Trupps gingen sofort mit Atemschutz in die Wohnung – und stellten fest, dass es sich entgegen der ersten Meldung tatsächlich im Badezimmer zugespitzt hatte.1
Die Geschichte dahinter: Die Mieterin hatte Brandgeruch bemerkt. Aus bisher ungeklärter Ursache hatte sich ein Karton in der Küche entzündet. Statt in Panik zu verfallen, hat sie geistesgegenwärtig gehandelt, den Karton ins Badezimmer gebracht und selbst erste Löschversuche gestartet. Erst als der Rauch zu viel wurde, musste sie aufgeben.1 Genau dieses schnelle Handeln hat am Ende größeren Sachschaden verhindert.1
Der Angriffstrupp löschte anschließend die Reste des Kartons mit einem Strahlrohr. Parallel dazu kam ein Überdrucklüfter zum Einsatz, um Treppenraum und Brandwohnung vom Rauch zu befreien.1
Der Rettungsdienst hat vor Ort drei Personen untersucht, die anfangs über eine Atemwegsreizung klagten. Nach genauerer Untersuchung war aber zum Glück keine weitere medizinische Versorgung nötig.1
Damit wirklich alles safe ist, wurden im Laufe des Einsatzes alle fünf Wohneinheiten des Hauses mit einem Mehrgasmessgerät gecheckt. Die gute Nachricht: Es gab keine erhöhten Messwerte in der Umgebungsluft. Nach Einsatzende konnten die Bewohner also wieder ganz normal in ihre Wohnungen zurück.1
Wie ernst die Lage zwischenzeitlich eingeschätzt wurde, zeigt das Fahrzeugaufkommen: Sechs Löschfahrzeuge, zwei Drehleitern, zwei Einsatzleitwagen und ein Rettungswagen standen an der Einsatzstelle. Insgesamt waren 55 Einsatzkräfte der Feuerwehr im Einsatz.1
Die Polizei hat die Einsatzstelle abgesichert und die Ermittlungen zur genauen Brandursache aufgenommen.1 Was also erstmal nach einem riesigen Drama klang, ging dank schnellem Eingreifen der Mieterin und der Feuerwehr am Ende glimpflich aus. Ein brennender Karton reicht eben schon, um einen ganzen Straßenzug in Elsen in Alarmbereitschaft zu versetzen.
Wir informieren dich regelmäßig über aktuelle Nachrichten, Staus und wichtigen Themen - ohne Dich zu nerven!