Köln ist teuer, aber im Umland spart ihr bis zu 41 Prozent beim Quadratmeterpreis. Wir zeigen euch laut Postbank Wohnatlas, wo sich der Umzug wirklich lohnt.
Wohnen in Köln kostet ordentlich Kohle. Wer trotzdem vom eigenen Zuhause träumt, schaut sich am besten mal im Speckgürtel um. Denn zwischen Domstadt und Umland klaffen teils riesige Preislücken – und die lohnt es sich zu kennen, bevor ihr eure Wohnungssuche startet.
Laut Postbank Wohnatlas 2026 lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis für eine Eigentumswohnung im Bestand in Köln 2025 bei 5.029 Euro. Das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) hat die Studie im Auftrag der Postbank erstellt und dabei festgestellt: Die Preise sind real um 0,82 Prozent gestiegen. Damit liegt Köln zwar unter München (9.070 Euro) oder Hamburg (6.394 Euro), aber immer noch deutlich über dem Bundesdurchschnitt von knapp 3.000 Euro pro Quadratmeter.
Wie Focus Online anhand von Berechnungen zum Postbank Wohnatlas zeigt, grenzen gleich sechs Regionen an Köln – und die sind im Schnitt 37 Prozent günstiger als die Domstadt selbst. Am meisten spart ihr im Landkreis Mettmann: Dort kostet der Quadratmeter nur 2.977 Euro, satte 41 Prozent weniger als in Köln.
Auch Leverkusen ist eine echte Alternative: Obwohl es selbst Großstadt ist, zahlt ihr dort im Schnitt 40 Prozent weniger als in Köln – macht 3.024 Euro pro Quadratmeter. Weitere Optionen laut Focus-Auswertung:
Besonders spannend: Der Rhein-Kreis Neuss grenzt sowohl an Köln als auch an Düsseldorf – und ist damit gleich für zwei Pendlergruppen interessant.
Wer ohnehin zwischen Köln und Düsseldorf pendelt, sollte wissen: Düsseldorf liegt mit 5.164 Euro pro Quadratmeter sogar noch über dem Kölner Niveau. Laut Postbank Wohnatlas stiegen die Preise hier real um 0,93 Prozent. Im Düsseldorfer Umland sind die Ersparnisse entsprechend noch größer – in Duisburg etwa liegt der Quadratmeterpreis bei nur 2.013 Euro, ein Unterschied von 61 Prozent.
Dass Immobilien in NRW und bundesweit wieder teurer werden, bestätigt auch die Gesamtentwicklung aus dem Postbank Wohnatlas 2026. Nach Jahren mit sinkenden Preisen – 2023 noch minus 10,1 Prozent, 2024 minus 2,8 Prozent – stiegen die Preise für Eigentumswohnungen im Bestand 2025 im bundesweiten Schnitt wieder um 0,6 Prozent. Manuel Beermann, Leiter Produktmanagement Immobilien der Postbank, erklärt laut der Studie, dass sich viele Kaufinteressierte mittlerweile auf das neue Zinsumfeld eingestellt hätten und die Nachfrage deshalb wieder anziehe. Gleichzeitig bleibe das Angebot knapp, vor allem wegen der geringen Bautätigkeit.
Für Käufer heißt das: Wer länger wartet, zahlt eher mehr statt weniger. Umso wichtiger ist der Blick über die Stadtgrenze hinaus.
Klar, nicht jeder will oder kann pendeln. Aber wenn ihr ein paar Kilometer Fahrweg in Kauf nehmt, könnt ihr in Köln und Umgebung richtig viel Geld sparen. Gerade der Landkreis Mettmann oder Leverkusen bieten sich an, wenn ihr trotzdem nah an der Stadt bleiben wollt. Rechnet einfach mal durch, was euch der Umzug ins Umland an Ersparnis bringt – und ob sich das Pendeln für euch lohnt.
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