Welche Essener Stadtteile als Problemviertel gelten und welche als sicher und begehrt – ein Überblick über Fakten zu Altendorf, Katernberg und Co.
Essen gilt als eine der lebendigsten Städte im Ruhrgebiet, doch einige Stadtteile haben über Jahre hinweg einen zweifelhaften Ruf bekommen. Immer wieder tauchen dieselben Namen auf, wenn es um sogenannte Problemviertel geht. Doch was ist dran an diesem Image, und welche Fakten lassen sich tatsächlich belegen?
Laut einer Übersicht von actividees.com werden vor allem Altendorf, Altenessen, Katernberg und Teile des Nordviertels als Essener Stadtteile mit erhöhter Kriminalitätsrate genannt. In Altendorf wird insbesondere die Gegend rund um die Altendorfer Straße und die Helenenstraße als auffällig beschrieben, mit Hinweisen auf Drogenhandel und nächtliche Überfälle. In Altenessen konzentrieren sich die genannten Vorfälle demnach vor allem auf den Bereich rund um den Bahnhof, wo es wiederholt zu Auseinandersetzungen und Diebstählen komme. Katernberg wird laut der Quelle seit Jahren mit sozialen Problemen in Verbindung gebracht, besonders die Situation in den Abend- und Nachtstunden wird als risikoreich eingestuft. Auch das Nordviertel, speziell der Bereich um den Rheinischen Platz, wird als Ort genannt, an dem sich mehrere soziale Brennpunkte bündeln.
Frohnhausen wird in der Aufstellung zwar als weniger berüchtigt eingestuft als die übrigen genannten Viertel, dennoch gebe es dort wiederkehrende Berichte über Kleinkriminalität. Zudem liegt nach Angaben von actividees.com das Rotlichtviertel Essens rund um die Stahlstraße in Frohnhausen. Dieser Bereich sei bekannt für Bars und Clubs, ziehe aber auch Kriminalität an, weshalb Vorsicht am Abend empfohlen wird.
Als mögliche Ursachen für die Problemlage in den genannten Stadtteilen werden hohe Arbeitslosigkeit, ein geringes Freizeitangebot und dichte Bebauung angeführt. Auch fehlende soziale Kontrolle und mangelhafte Beleuchtung in einzelnen Straßenzügen werden als Faktoren genannt, die zur Entwicklung sozialer Brennpunkte beitragen können. Die Stadt Essen arbeite laut der Quelle gemeinsam mit Polizei und sozialen Trägern daran, betroffene Viertel attraktiver und sicherer zu gestalten.
Dem gegenüber stehen Stadtteile, die als besonders sicher und lebenswert gelten. Genannt werden hier Bredeney, Rüttenscheid, Stadtwald und Kettwig, die laut der Übersicht niedrige Kriminalitätsraten und eine hohe Lebensqualität aufweisen. Diese Viertel zählen demnach auch zu den teuersten Wohnlagen der Stadt, mit entsprechend hohen Immobilienpreisen und Mieten. Das Nachtleben Essens wiederum spiele sich vor allem in Rüttenscheid und der Innenstadt ab, wo zahlreiche Bars, Clubs und Restaurants zu finden seien.
Essen lässt sich demnach nicht pauschal als gefährliche Stadt bezeichnen. Die Kriminalität konzentriert sich laut der Quelle auf einzelne Bezirke, während der Großteil der Stadtteile als sicher gilt. Wer sich über die aktuelle Lage informieren möchte, findet laut actividees.com Orientierung in offiziellen Kriminalitätskarten, die auffällige Bereiche entsprechend kennzeichnen.
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