Nachtrag aus Bergkamen: Die vermeintlich falschen Polizistinnen waren echt. Die Polizei Unna klärt den Fall auf und nimmt ihre Warnung zurück.
Erinnert ihr euch noch an die Warnung vor den vermeintlich falschen Polizistinnen in Bergkamen? Wir haben in einem früheren Beitrag darüber berichtet, dass sich zwei Frauen nach einem Handtaschendiebstahl als Polizeibeamtinnen ausgegeben haben sollen und dabei die Adresse einer 85-jährigen Seniorin erfragt hätten. Jetzt gibt’s die Auflösung – und die ist zum Glück total unspektakulär.1
Die Polizei Unna hat den Fall jetzt aufgeklärt und stellt klar: Es gab gar keine Betrugsmasche. Bei den beiden Frauen handelte es sich tatsächlich um eine echte Polizeibeamtin und eine Regierungsbeschäftigte. Die beiden waren ganz regulär vor Ort, um eine Strafanzeige aufzunehmen, nachdem die 85-Jährige am Donnerstag (05.11.2026) in einem Discounter an der Geschwister-Scholl-Straße Opfer eines Handtaschendiebstahls geworden war.1
Wie konnte da überhaupt die Verwirrung entstehen? Die Geschädigte hatte die Anzeige offenbar erneut erstattet, und durch die zeitversetzte Erfassung ließ sich die ursprüngliche Anzeige bei einer ersten Überprüfung nicht sofort zuordnen. Dadurch entstand irrtümlich der Eindruck, dass sich zwei unbekannte Frauen als Polizistinnen ausgegeben hätten. Ein Missverständnis also, das aber verständlicherweise erstmal für ordentlich Aufregung gesorgt hat.1
Die Kreispolizeibehörde Unna stellt jetzt ausdrücklich klar, dass es sich um einen ganz normalen Polizeieinsatz gehandelt hat. Hinweise auf eine tatsächliche Betrugsmasche mit falschen Polizeibeamtinnen liegen in diesem Zusammenhang nicht vor. Die ursprüngliche Warnmeldung wurde deshalb komplett zurückgenommen.1
Was aber nach wie vor bestehen bleibt: Der eigentliche Handtaschendiebstahl. Die Ermittlungen dazu laufen weiter, hier ist also noch nichts geklärt.1
Auch wenn sich dieser konkrete Fall als Fehlalarm entpuppt hat, bleibt der Rat aus unserem ersten Beitrag natürlich sinnvoll: Passt auf eure Taschen auf, lasst sie nie unbeaufsichtigt und checkt im Zweifel immer, ob sich jemand wirklich ausweisen kann, bevor ihr persönliche Infos rausgebt – egal ob nach einem Diebstahl oder in anderen Situationen.2 Die Betrugsmaschen mit falschen Amtspersonen gibt’s ja leider wirklich, auch wenn es in diesem Fall in Bergkamen zum Glück keine war.
Wir informieren dich regelmäßig über aktuelle Nachrichten, Staus und wichtigen Themen - ohne Dich zu nerven!