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Rauchverbot an Haltestellen: Jetzt stimmt Düsseldorf ab – wie sieht’s im Rest von NRW aus?
7. November 2026

Düsseldorf stimmt über ein Rauchverbot an Haltestellen ab – doch wie halten es Köln, Essen, Bonn und Co.? Der große NRW-Überblick zu Rauchverboten im ÖPNV.

Düsseldorf steht kurz vor der Entscheidung

Es geht weiter mit dem Thema Rauchverbot an Haltestellen in NRW: Am Donnerstag, den 12. November, sollte der Stadtrat in Düsseldorf über ein Rauchverbot für überdachte Bereiche von Rheinbahn-Haltestellen abstimmen. Das berichtet die Express. Schon in einem früheren Beitrag haben wir erzählt, dass Düsseldorf das Rauchen in Wartehäuschen ab 2027 verbieten will – und zwar nicht nur Zigaretten, sondern auch E-Zigaretten und Vaporizer sollen betroffen sein. Wie die NRZ berichtet, plant die Stadt genau das: ein Rauchverbot in den Haltestellen-Häuschen der Rheinbahn, das bald offiziell kommen soll.

Wer sich daran nicht hält, muss laut unserem früheren Beitrag mit einem Bußgeld rechnen. Düsseldorf orientiert sich damit an den bereits bestehenden Rauchverboten in unterirdischen Verkehrsbereichen und will das Ganze jetzt auch oberirdisch durchziehen. Nebenbei wird in Düsseldorf übrigens auch über ein Bettelverbot für 2027 diskutiert – aber das ist nochmal ein anderes Thema.

Und wie läuft’s in den anderen NRW-Städten?

Spannend wird’s, wenn man sich mal umschaut, wie andere Großstädte in NRW mit dem Thema umgehen. Die Express hat bei verschiedenen Städten nachgefragt – und das Ergebnis ist ziemlich durchwachsen:

  • Köln: Laut Stadt gibt’s aktuell keine politische Initiative oder konkrete Planung für ein generelles Rauchverbot an Haltestellen. Die Kölner Verkehrs-Betriebe setzen eher auf ihre Initiative für ein rücksichtsvolles Miteinander.
  • Essen: Weder Stadt noch Ruhrbahn planen aktuell ein Verbot. Ein Stadtsprecher sagte, ein erhöhtes Beschwerdeaufkommen sei nicht festzustellen, zudem müssten erst rechtliche Voraussetzungen geschaffen werden.
  • Bonn: Hier gibt’s laut den Stadtwerken schon ein Rauchverbot an Bahnhaltestellen – sowohl unter- als auch oberirdisch, inklusive entsprechender Hinweise vor Ort.
  • Oberhausen: Seit 2024 gilt hier bereits ein Rauchverbot an den Haltestellen der ÖPNV-Trasse. Die Stadtwerke sagen, die Regelung habe sich in der Praxis etabliert und sorge für mehr Aufenthaltsqualität.
  • Bochum: Auf dpa-Anfrage hieß es nur, es lägen keine Informationen zu einem möglichen Rauchverbot vor.
  • Dortmund: Bislang keine Vorstöße aus Verwaltung oder Politik.
  • Münster: Ein Rauchverbot ist derzeit nicht geplant.
  • Bielefeld: Da die Haltestellen im öffentlichen Verkehrsraum liegen, kann laut Stadtwerken gar kein Rauchverbot ausgesprochen werden. Stattdessen appelliert man per Beschilderung an die Fahrgäste.
  • Wuppertal: In den Schwebebahn-Anlagen gilt bereits ein Rauchverbot, auch E-Zigaretten sind dort nicht erlaubt.
  • Duisburg: Ein Verbot ist laut einem Stadtsprecher aktuell nicht geplant.

Was heißt das jetzt für euch?

Man sieht: Düsseldorf macht gerade wirklich ernst und könnte zum Vorreiter werden, während viele andere Städte erstmal abwarten oder ganz andere Wege gehen – von Appellen bis zu gar keinen Plänen. Bonn, Oberhausen und Wuppertal zeigen aber, dass Rauchverbote an Haltestellen in NRW längst keine Seltenheit mehr sind. Ob und wie schnell weitere Städte nachziehen, bleibt abzuwarten. Fest steht: Das Thema sorgt weiterhin für Diskussionen, und wir bleiben für euch dran, falls sich in Düsseldorf oder anderswo in NRW was Neues tut.

Quellen


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