Nach dem Säure-Unfall in Krefeld gibt die Feuerwehr Entwarnung: Die akute Gefahr ist vorbei, nur noch ein kleiner Sicherheitsbereich bleibt bestehen.
Nach dem heftigen Gefahrgutunfall mit einem Säure-Lkw in Krefeld gibt’s endlich gute News: Die Feuerwehr hat die Lage im Griff. In einem früheren Beitrag hatten wir euch schon berichtet, welche Straßen wieder freigegeben wurden. Jetzt gibt’s das nächste Update: Die Behörden haben ihre Warnungen in der Warn-App Nina weitgehend aufgehoben. „Die akute Gefahr ist vorüber“, heißt es da laut stern.de.
Ein mit 23 Tonnen Salpetersäure beladener Lastwagen war in der Nacht verunglückt und dabei so stark beschädigt worden, dass die ätzende Flüssigkeit austrat. Die Behörden hatten daraufhin im Umkreis von 1.000 Metern vor einer „extremen Gefahr“ für die Gesundheit gewarnt und die Menschen in Krefeld aufgefordert, in geschlossenen Räumen zu bleiben. Keine schöne Situation für alle, die in der Nähe gewohnt oder gearbeitet haben.
Mittlerweile konnten die Einsatzkräfte laut stern.de rund 13 Tonnen Salpetersäure aus dem umgestürzten Lkw in ein anderes Fahrzeug umpumpen. Auch die etwa 10 Tonnen, die durch das Leck auf die Fahrbahn gelaufen waren, hat die Feuerwehr größtenteils mit einem Spezial-Saugwagen aufgenommen.
Wie die Mindener Tageblatt (mt.de) berichtet, befand sich zwischenzeitlich noch rund eine Tonne des Gefahrstoffs als Lache auf der Straße, von der weiterhin Dämpfe ausgingen. Deshalb hat die Feuerwehr ihre Warnstufe angepasst: Statt der „extremen Gefahr“ gilt jetzt nur noch eine „Gefahr“ im Umkreis von 200 Metern um die Unfallstelle. Außerhalb dieses kleineren Radius dürfen alle Menschen ihre Wohnungen und Gebäude wieder verlassen – deutlich entspannter als der ursprüngliche 1.000-Meter-Bereich.
Trotzdem bleibt die Krefelder Feuerwehr vorsichtig: Im gesamten Stadtgebiet kann es laut mt.de weiterhin zu einer Geruchsbelästigung kommen. Gefährlich sei das aber nicht mehr, betonen die Einsatzkräfte.
Als Nächstes wollen die Einsatzkräfte laut stern.de den umgestürzten Lastwagen mit einem Kran aufrichten und von der Autobahn abtransportieren. Erst dann dürfte auch der letzte Rest der Aufräumarbeiten abgeschlossen sein. Bis dahin kann es in Krefeld noch zu Einschränkungen kommen – checkt also am besten vorher die aktuellen Verkehrsmeldungen, bevor ihr durch die Stadt fahrt.
Alles in allem ein ziemlich dramatischer Einsatz, der aber zum Glück glimpflich ausgegangen ist. Die Feuerwehr und alle Einsatzkräfte haben einen guten Job gemacht, um die Gefahr für die Krefelder einzudämmen.
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