Bahnübergang Jägerstraße in Dinslaken-Hiesfeld wird ab 9. November dauerhaft gesperrt: Umleitungen für Autos und Busse, neue Brücke für Rad und Fuß kommt.
Für alle, die regelmäßig über die Jägerstraße zwischen Dinslaken-Hiesfeld und Oberhausen fahren, gibt’s ab sofort einen neuen Umweg im Alltag. Ab Montag, 9. November 2026, wird der Bahnübergang Jägerstraße dauerhaft geschlossen. Grund dafür ist der dreigleisige Ausbau der Bahnstrecke zwischen Emmerich und Oberhausen, wie die Stadt Dinslaken mitteilt. Für den Autoverkehr heißt das: Hier ist dann einfach Schluss mit der Querung.
Die DB InfraGO baut im Zuge der Bauarbeiten eine neue Eisenbahnüberführung für Fußgänger:innen und Radfahrende direkt an der Jägerstraße. Die soll den bisherigen Bahnübergang ersetzen und künftig als Querungsmöglichkeit für alle dienen, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind. Allerdings müsst ihr euch noch ein bisschen gedulden: Zunächst ist die Überführung nur über eine provisorische Zuwegung erreichbar, die endgültige Wegeführung kommt erst im Laufe der weiteren Bauarbeiten.
Für den motorisierten Verkehr bleibt der Übergang komplett gesperrt. Als Umleitung ist die Strecke über Graßhofstraße, Bahnstraße, Dinslakener Straße, Wehofer Straße und Holtener Straße ausgeschildert – und das in beide Richtungen.
Nicht nur der Bahnübergang selbst ist betroffen: Auch der Knotenpunkt Jägerstraße, Tackenstraße und Sterkrader Straße bleibt laut Stadt Dinslaken voraussichtlich bis Ende Februar 2027 vollständig gesperrt. Hintergrund sind die laufenden Arbeiten, um die künftige Straßenführung an die Sterkrader Straße anzubinden und den Anschluss an die neue Umgehungsstraße L4n herzustellen. Langfristig soll die Bahnstrecke für Autos dann über genau diese neue L4n gequert werden.
Auch der Busverkehr bekommt die Sperrung deutlich zu spüren. Wie Stoag mitteilt, können die Linien 954, E404 und Nachtexpress NE4 ab dem 9. November nicht mehr wie gewohnt über die Forststraße fahren und werden umgeleitet.
Für die Linien 954, E404 und NE4 fallen dabei mehrere Haltestellen auf Dinslakener Seite weg, darunter Surmann, Grenzwehr, Hühnerstraße, Waldhuckstraße, Kempkenstraße, Oranienstraße und Tenterstraße. Als Ersatz springt laut Stoag die Linie 918 ein, ein Umstieg zwischen den Linien 954 und 918 ist am Bahnhof Holten möglich. Wer nachts mit dem NE4 unterwegs ist und eine der wegfallenden Haltestellen braucht, kann laut Stoag auf den Revierflitzer ausweichen, buchbar über die App rufmobil.nrw. Ein kleiner Trost für Fahrgäste der Linie 954: Sonntags gibt’s an den Haltestellen Grenzwehr, Hühnerstraße und Waldhuckstraße ein kostenloses Taxi bis zum nächsten Anschlusspunkt in Schmachtendorf Mitte.
Auch die Linie 918 fährt während der Bauarbeiten auf einer geänderten Strecke. Aktuelle Fahrpläne und weitere Infos zu den Sonderregelungen gibt’s laut Stoag online unter den Sonderfahrplänen des Verkehrsunternehmens. Wer also regelmäßig in der Gegend unterwegs ist, sollte sich vorher informieren, damit die Fahrt zur Arbeit oder Schule nicht zur Überraschung wird.
Fazit: Der Bahnübergang Jägerstraße gehört ab dem 9. November 2026 der Vergangenheit an – für Autofahrer:innen endgültig, für Radler:innen und Fußgänger:innen gibt’s bald die neue Brücke. Bis dahin heißt es für alle: Umleitung einplanen und etwas mehr Zeit einrechnen.
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